Punta Aderci

Da wir die Fortsetzung der Via Verde nach Norden gestern schon ausgekundschaftet hatten, war das heute kein Problem mehr. Der Wind blies uns aber noch kräftig aus nördlicher Richtung entgegen, so hatten sich einige Kitesurfer am Strand von Vasto eingefunden.

Vom Bahnhof ging es dann eigentlich los. Die Piste ist gut ausgebaut und es dauerte nicht lange bis wir den ersten der beleuchteten Tunnel erreichten. Trotzdem waren wir froh Beleuchtung am Fahrrad zu haben, so konnten wir gut gesehen werden. Auf der Via Verde war heute am 1. Mai viel los.

Nicht all zu weit führte die Piste auf der ehemaligen Bahnstrecke. Wir erreichten die neue Trasse und mussten auf die Landstraße ausweichen. Das machte uns neben dem Wind, jetzt auf der Ebene, nicht viel Vergnügen und so bogen wir zur Punta Aderci ab. Hier gibt es ein kleines Naturschutzgebiet mit Dünen unten am Strand.

Schon von oben vielen uns die großen weißen Büschel von Strauch-Margeriten (Arthemis maritima) auf. Da musste ich natürlich hinunter, um sie mir näher anzusehen. Sie standen zwischen Büschel von hohem Strandgras. Am Uferstreifen lag viel Treibgut, das von etlichen Besuchern zum Bauen von bizarren Gebilden genutzt wurde.

Arthemis maritima – Strandbeifuß

Da es hier nichts zu essen gab, kehrten wir um. An einer Kreuzung war ein Bikertreff, laute Musik hallte über die Straße. Das war der Vorgeschmack von dem was uns am Strand von Vasto erwartete. Mit den Fahrrädern war es selbst geschoben kaum ein Durchkommen, dazu Lifemusik. Mit dem Ende der Promenade wurde es schlagartig ruhiger. Da gibt es auch einen weiteren Naturschutzstreifen am Strand, der an einem botanischen Garten endet. Hier war die Promenade schön angelegt, aber es war längst nicht mehr so viel los. Es gab was zu essen und abgesehen, dass man uns „ausversehen“ 4x das Gedeck berechnet hat, waren wir zufrieden.

Vasto

Gestern sind wir bis an das südliche Ende der uns bekannten Via Verde gefahren. Das Wetter war warm, wir waren in einem LIDL einkaufen, was eine große Enttäuschung war. Mit Müh und Not fanden wir das Nötigste, was wir brauchten. Die meisten Campingplätze hier sind noch geschlossen, so waren wir froh einen geöffneten zu finden, aber ohne WIFI, Toiletten ohne Papier und Seife, Pieselduschen und ein dreckiger Strand.

Vasto Marina

Wir wollten zum Glück nicht baden. Für letzte Nacht war Regen angesagt und der kam dann auch. Erst im Laufe des Vormittags lies er nach, aber es war deutlich kühler. Trotzdem sind wir los, auf einem Teil der Via Verde in Richtung Vasto. Er ist schön angelegt, nur hört er plötzlich auf und man muss suchen, ob er irgend wo weiter geht.

In Vasto Marina, war dann an einer Straßensperre einfach Schluss, so beschlossen wir zur Stadt hinauf zu fahren. Sie liegt 144 Meter über den Strand und wir und unsere Räder wurden gefordert. Oben hat man einen sehr schönen Blick auf die Küste, Dort am Rand befindet sich auch die Altstadt mit einigen historischen Gebäuden, netten Gassen und Lokalen.

Auf dem Heimweg sahen wir dann auch die Weiterführung der Via Verde am aufgelassenen und ziemlich herunter gekommenen Bahnhof. Einen Hinweis auf den Radweg konnten wir nicht entdecken. Wer den nutzen will braucht wohl eine Smartphone-App, um ihn zu finden. Zum Campingplatz zurück ging es auch ohne. Jetzt werden die Akkus der Räder aufgeladen und dann mal schauen, was als nächstes kommt.