Salerno

Wir stehen hier 14 km südlich von Salerno. Da stellt sich schon die Frage, ob man mit dem Bus hinein fährt oder die Fahrräder nimmt. Einen Fahrradweg gibt es nur auf einem Teil der Strecke. Nun, wir entschieden uns für die Räder. So konnten wir sehen wie wir uns der Stadt näherten und den veränderten Blickwinkel auf die Stadt an den Berghängen genießen.

Viel Platz gibt es unten am Strand wirklich nicht. So wundert es nicht, dass man die Häuser hoch hinauf gezogen hat, um den Platz so gut wie möglich zu genießen. Ganz am Ende, von uns aus gesehen, liegt der Fährhafen, davor befinden sich eine schöne Promenade, ein Park mit beeindruckenden Palmen und Palazzi.

Dahinter liegt die Altstadt mit ihren engen Sträßchen und Gassen, die sich den Berg hinauf ausdehnen. Im Internet fanden wir den Hinweis, dass man gerade dort Streetart finden kann. Mir mussten auch nicht lange suchen. Von einfachen Schriftzügen, kleinen Bildchen bis Hauswand füllenden Gemälden war alles da.

Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und jetzt habe ich das Problem hier für den Blog die interessantesten heraus zu suchen. Ich habe mich für unterschiedliche Stilrichtungen entschieden. – Wir waren überrascht wie viele Touristen dort waren, und so gibt es eine bunte Vielfalt an kleinen Läden. Vom vielen Schauen waren wir bald müde und setzten uns zum Mittagessen in ein kleines Lokal. Gestärkt fuhren wir danach zurück und genießen die Sonne, die heute noch durchgehend scheinen soll.

Gönnheim

Da ich mir ziemlich gewiss bin, dass kaum jemand von euch diesen Ort in der Pfalz kennt, kommt hi8er der wirklich letzte Beitrag diesen Urlaubs.

Der Bahnhof

Ab Lyon war das Wetter feucht und kalt. In Metz sind wir gerade noch aus dem Schlamm heraus gekommen und sind gleich weiter bis in die Pfalz bei Bad Dürkheim gefahren. Der Campingplatz war dann auch der teuerste der ganzen Reise, dafür waren die sanitären Einrichtungen wirklich gut.

Abends habe ich mich danke freiem WIFI in der Gegend umgesehen. Mir war so etwas in Erinnerung von einem Dorf mit einem Streetart-Festival. Da es nur 6 km vom Campingplatz weg lag, fuhren wir heute Morgen kurz vorbei.

Der Ort liegt in einem Weinbaugebiet und die Einwohner scheinen mit wenigen Ausnahmen alle Weinbauern zu sein. Ein Weingut reiht sich an das andere. Die Straßen sind sehr eng, die Häuser aber sehr gepflegt und natürlich gibt es an vielen Hauswänden Wandbilder, aber auch die Trafostationen und Garagentore sind teilweise angemalt.

Nicolay Arndt

Zum Festival im Juni waren auch Kreidemaler da, die ihre 3-Dimensional wirkenden Bilder auf die Straße gemalt haben. Ganz zart konnte man sie noch erkennen. Ja, und dann fuhren wir nach Hause. Aufräumen, Äpfel und Walnüsse ernten und dann geht es an die Pläne für die nächste Reise.

Moulin de Mellet

Nachdem es heute Morgen noch getröpfelt hat, kommt nun die Sonne heraus. Bis zum frühen Nachmittag haben wir es geschafft auf unserem jetzigen Campingplatz bei Nogent einzutreffen. Die Fahrt ohne Autobahn stellte sich stellenweise als knifflig heraus, da uns der Routenolaner von google mehrmals über eine für mehr als 3,5 t gesperrte Brücke über den Canal lateral de la Garonne schicken wollte.

Das wäre ja noch gerade so gegangen, wenn man die Straße nicht auch noch auf 2,30 m eingeengt hätte und das in einer steilen Kurve, damit hatten selbst PKW Probleme. Dabei hätten wir überhaupt nicht auf die andere Seite wechseln müssen. Erst kurz vor Agen fanden wir eine neuere Brücke, die wir bedenkenlos nutzen konnten.

Der Platz hier an der Mühle liegt sehr idyllisch. Unser Platz hat Blick auf einen Bach, der danach zur Mühle fließt. Die Chefin hat sogar noch etwas (14:30 Uhr) für uns gekocht. Gegenüber des Restaurants liegt der Bouleplatz, das ganze Gelände erinnert an einen Park. Natürlich gibt es einen großen Pool und zur Straße zu ein Kleintiergehege.

Was noch typisch französisch ist: Im Supermarkt findet man immer eine große Auswahl an Büchern. Dazu gehören mindestens 2 m² Comics für Jung und Alt. Die gehören hier einfach mit zur Literatur. Die auf dem Foto sind nur einige wenige aus der Ausleihe des Campingplatzes. Daneben stehen auch die 2 Tischfußballspiele, die hier auch noch sehr belibt sind.

Während sich in Deutschland Kunst und Politik nur selten verbinden, ist das hier normal und große Hauswände an Hauptstraßen werden genutzt seine politische Meinung Kund zu tun. Während bei uns der Mediamarkt immer mehr die Tonträger aussortiert kann man hier im Intermarché (ähnlich Kaufland) ein Schallplattenangebot von mindestens 30 verschiedenen Platten finden (historische Aufnahmen wie auch neue.

Geldo

Ich erwarte nicht, dass ihr bei dem Namen sofort wisst, um was für einen besonderen Ort es sich handelt. Wir sind auch nur per Zufall auf eine Information zu ihm gestoßen, dabei liegt er nur wenige Kilometer von Altura entfernt.

Geldo hat immerhin 651 Einwohner. Die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit. Die ältesten städtebaulichen Reste stammen aus der Zeit der Mauren. Im Mittelalter bekam der Ort sogar das Stadtrecht. Von Bedeutung für den Ort ist die Zucht von Schnecken und die Produktion von Olivenöl.

Anlässlich des Kunstfestivals ImaginArte wurde viele Hauswände bemalt, was in den darauf folgenden Jahren fortgesetzt wurde. Bei einem Spaziergang durch den Ort findet man immer wieder interessante Bilder. Hier kann ich wieder nur einen ganz kleinen Ausschnitt von meinen Fotos zeigen.

Am Ende unseres Rundgangs besuchten wir eine Bar und studierten die Tapas-Karte. Als besonders schmackhaft erwiesen sich die kleinen Muscheln, die die Italiener Vongele nennen. Die Wetter App kündigte für den Nachmittag Regen an. So kamen uns auch auf der Heimfahrt sehr dunkle Wolken entgegen, die sich mit ihre Fracht noch zurück hielten bis wir im Wohnmobil ankamen.

Torreblanca – Streetart

Nach der längeren Tour gestern haben wir uns für heute vorgenommen nur in den nächsten Ort zum Einkaufen zu fahren und die Streetartbilder an zu schauen. Wobei letzteres in Arbeit ausartete, denn nach dem Faltblatt des Office Touristik gibt es über 50 offiziell gemeldete Kunstwerke.

Die Gemeinde veranstaltet anlässlich des Zitronenfestes seit Jahren Mal-Events. Dann kommt mit der Zeit einiges zusammen. An Hand eines Plans sind wir viele der Bilder angefahren, wobei das Einbahnstraßensystem es einem nicht einfach macht, dort hin zu gelangen, wohin man nach Plan möchte.

Außerdem waren bereits einige Straßen gesperrt, um die Vorbereitungen für Ostern durch zu führen. Außer den Bildern gefielen uns etliche Häuser, die dem Jugendstil zu zu rechnen sind. Da der Tourismus vor allem am Strand, also in Torrenostra zu finden ist, macht Torreblanca einen ganz normalen Eindruck, ruhig, sauber mit guten Einkaufsmöglichkeiten.

Die Streetartbilder sind ein besonderer Hingucker, die besten befinden sich an Fassaden, die man gut auch von größerer Entfernung entdecken kann und so das Stadtbild mit prägen.

Nantes

Städte liegen uns zwar nicht so arg, aber wir sind zum zweiten Mal in Nantes, an der Loire und nicht weit vom Meer entfernt, so dass wir in der Stadt einen Tidenhub von etwa 2 Metern haben. Und hier standen wir zum ersten Mal schon gegen Mittag vor einem voll belegtem Campingplatz.

Die Damen hatten schon vorgesorgt und verteilten Zettel mit der Adresse des nächst gelegenen Campingplatzes. So befinden wir uns hier etwa 10 km Loire aufwärts direkt am Fluss und dem Loireradweg.

Gut asphaltiert gelangt man bequem direkt in die Innenstadt. Spätestens dann wird es sinnvoll sich bei der Tourist Information gegenüber des Schlosses mit einem Stadtplan (kostenlos) auszurüsten.

Gestern fuhren wir vor allem durch die Altstadt, wo es von Personen nur so wimmelte und wir oft gezwungen waren die Fahrräder zu schieben.

Die größeren Straßen besitzen alle eine Fahrradspur in jeder Richtung und viele Sträßchen sind nur für Fahrräder und Fußgänger reserviert. Vieles erkannten wir wieder und davon gibt es auch keine Bilder. Meinen früheren Blog kann man ja zu Rate ziehen. In der Gallerie der Maschinen gab es aber Neues zu bewundern: ein Faultier und ein Chamäleon, die einmal einen 15 Meter hohen Baum „beleben“ sollen. Auf dem Bild ist auch der Elefant, der mit Besuchern auf dem Rücken seine Runden auf dem Platz läuft.

Beide Tiere bewegen sich langsam auf Schienen einige Meter hin und her und können Kopf und Augen ähnlich wie ihre natürlichen Vertreter bewegen. Dieser Besuch hat sich noch mal gelohnt. Zurück fuhren wir einen etwas anderen Weg und ich konnte einige Streetart Kunstwerke fotografieren. Neben dem Schreiben des Blogs ist nun ausruhen angesagt, wer weiß, was morgen auf uns zukommt?

Meine Streetart-Bilder veröffentliche ich immer unter: ART DE FRANCE | Facebook

Metz

Manchmal sind es kuriose Ideen, die einen zu schönen Erlebnissen führen. Bei uns war es die Entscheidung am ersten Tag Metz anzufahren. Eigentlich wollten wir noch vorm Urlaub zum Frisör gehen, aber dort wo wir hin wollten, war wegen Urlaub geschlossen. Da kam uns die Erinnerung, dass wir das letzte Mal auf dem Heimweg dringend zum Frisör mussten und das während der letzten Pause in Frankreich in Metz machen ließen. Warum also nicht den Urlaub genau dort wieder zu beginnen.

Nach dem wir nach guter Fahrt am Nachmittag auf dem Camping municipal (Campingplatz der Gemeinde) gelandet waren, liefen wir das kurze Stück in die Innenstadt und konnten noch für den selben Tag einen Termin für uns zwei ausmachen. Bis dahin unternahmen wir noch einen Spaziergang durch die Fußgängerzone und gönnten uns ein Eis. Dabei kann man an verschiedenen Stellen Kunst an Straßen und auf Plätzen entdecken.

Später gingen wir noch in die Markthalle und kauften rot-gelb gestreifte Tomaten ein, die uns zum Abendbrot geschmeckt haben. Danach war nicht all zu viel Zeit, denn es gibt im Moment in Metz einen Rundgang zu etlichen Installationen, die nur nachts ab 21 Uhr besichtigt werden können. Besonders gefiel uns eine Licht-Ton-Schau in einer Basilika und eine Projektionsschau auf die Vorderseite der Kathedrale.

Einige Ecken verströmen südländischen Flair und es hockt voll, unter den Arkaden und auf der Straße. Natürlich ist hier überall Fahrverbot für Autos, auch wir mit den Fahrrädern stiegen immer mal wieder ab, dabei war es an einem Donnerstag Abend, wie wird es erst am Wochenende sein? Nichts wie hin, wer noch nicht hier war.

Heute nahmen wir die Fahrräder und schauten uns weitere Gartenanlagen in Metz an und stellten fest, dass man hier wunderbar flanieren kann. Überall gibt es was zu sehen und da zwischen ist man flott auf Fahrradwegen unterwegs. Überraschr hat uns die Porte allemand, die deutsche Pforte, eine kleine Festung als Eingang zur Stadt.

Porte Allemande

Mittags gab es die ersten frischen Muscheln der Saison und nach weiteren Einkäufen im Marché Couvert (Überdachte Markthalle) ging es zurück zum Campingplatz an der Mosel.