Görlitz, Schaufelbagger

Wir sind im östlichsten deutschen „ehemaligen“ Braunkohlerevier gelandet. Erst jetzt geht mir auf was für eine große Bedeutung die Braunkohle für die Menschen hier gehabt hat. Von Halle bis Görlitz zog sich das Revier und mit dem Ende der Braunkohle starben viele Fabriken, die Zulieferer oder Abnehmer dieser Industrie waren aus. Das war ein Umbruch wie er Jahre vorher im Rurgebiet von statten ging.

Eigentlich wollten wir nach unseren Einkäufen im Handelhof mit anschließendem Mittagsessen beim Thailänder ebenda auf den Campingplatz südlich von Görlitz. Leider 5 Minuten zu spät, um noch vor der Mittagsruhe eingelassen zu werden. So hatten wir Zeit und fuhren zurück zu dem Schaufelbagger, den wir auf der Hinfahrt gesehen hatten.

An der Kasse bekamen wir leuchtend gelbe Helme und von da ab konnten wir uns frei auf dem Gelände bewegen. Am Interessantesten war natürlich der riesige Schaufelbagger, den wir ziemlich hoch besteigen durften. Plötzlich kam uns die verrückte Idee: Was tun, wenn dieser „Dinosaurier“ plötzlich in Bewegung setzt?Ich kann euch beruhigen, er blieb stehen wie die Sphinx.

Der Campingplatz an der „Blauen Lagune“ ist in Bezug auf die Einrichtungen ein Spitzenplatz, so auch im Preis. Wir konnten gerade mal 2 Übernachtungen ergattern. Der See ist ein Rest einer ehemaligen Kohlegrube und jetzt ein Naherholungsgebiet für die Menschen rund um Görlitz mit Minigolf und Hochseilgarten.