Salerno

Wir stehen hier 14 km südlich von Salerno. Da stellt sich schon die Frage, ob man mit dem Bus hinein fährt oder die Fahrräder nimmt. Einen Fahrradweg gibt es nur auf einem Teil der Strecke. Nun, wir entschieden uns für die Räder. So konnten wir sehen wie wir uns der Stadt näherten und den veränderten Blickwinkel auf die Stadt an den Berghängen genießen.

Viel Platz gibt es unten am Strand wirklich nicht. So wundert es nicht, dass man die Häuser hoch hinauf gezogen hat, um den Platz so gut wie möglich zu genießen. Ganz am Ende, von uns aus gesehen, liegt der Fährhafen, davor befinden sich eine schöne Promenade, ein Park mit beeindruckenden Palmen und Palazzi.

Dahinter liegt die Altstadt mit ihren engen Sträßchen und Gassen, die sich den Berg hinauf ausdehnen. Im Internet fanden wir den Hinweis, dass man gerade dort Streetart finden kann. Mir mussten auch nicht lange suchen. Von einfachen Schriftzügen, kleinen Bildchen bis Hauswand füllenden Gemälden war alles da.

Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und jetzt habe ich das Problem hier für den Blog die interessantesten heraus zu suchen. Ich habe mich für unterschiedliche Stilrichtungen entschieden. – Wir waren überrascht wie viele Touristen dort waren, und so gibt es eine bunte Vielfalt an kleinen Läden. Vom vielen Schauen waren wir bald müde und setzten uns zum Mittagessen in ein kleines Lokal. Gestärkt fuhren wir danach zurück und genießen die Sonne, die heute noch durchgehend scheinen soll.

Auf den Weg nach Salerno

Beginnen wir mit einer letzten Aufnahme vom Campingplatz in Monopoli. Eine mit Schlüssel gesicherte Tür führt ans Wasser, meist felsig, an einer Stelle gibt es eine kleine Bucht, die man sich mit Seegras teilt. Aber auf den Felsen blühen in großer Menge Mittagsschwertlilien.

Gestern Morgen fuhren wir quer über die Halbinsel in Richtung Taranto. Unterwegs sahen wir einige der hier anzutreffenden Trullis. Die dicken Steinwände kühlen im Sommer und halten im Winter die Wärme innerhalb der Wände, so dass sie auch heute noch gebaut werden.

Nach dem Führer wäre der angefahrene Campingplatz schon offen, aber davon wusste wohl hier niemand etwas, so fuhren wir die Küste nach Taranto hinauf weiter. PLEITE! Der nächste war westlich von Taranto. Etwas schwierig zu finden, vor allem wenn das Navi sich nicht einigen kann welches Links wir nehmen sollen. Auf einmal blieb uns eine Ecke zum Drehen. Immerhin waren ja gut 20 cm Spiel zum Vor- und Zurücksetzen.

Den Platz fanden wir im 2. Anlauf, aber auch nur wir, sehr ruhig und einfach, so dass es heute Morgen weiter ging. Der Strand war schmutzig, eher Müllplatz, im Hintergrund die Raffinerien. Aber es blühte: Der Lauch mit der Schlafkappe hatte es mir besonders angetan.

Heute Morgen hatten wir 3 große Straßen zur Auswahl nach Salerno. Wir nahmen die südlichste und hatten Glück. Als wir die Küstenstraße verlassen hatten führte uns eine gut ausgebaute, perfekt asphaltierte Straße stetig steigend in die Berge, Es war ein Vergnügen zu fahren. Später kamen wir auf die A2 von Reggio Calabria, die uns flott unserem Tagesziel näher brachte.

Hier stehen wir südlich von Salerno, (in der Einflugschneise des Flughafens) und sehen über das Meer auf die Amalfie-Küste.