Anfahrt zum Gardasee

Wir konnten gemütlich unsere letzten Dinge einpacken, denn wir wollten am ersten Tag nur bis kurz hinter Kempten fahren. Es war herrliches Wetter und relativ wenig Verkehr auf der Autobahn. Kurz vor der Mittagspause kamen wir an und bekamen in dem kleinen Restaurant Gemüsesuppe und Kaiserschmarren. So weit alles gut, aber dann, es zog sich zu, ein Gewitter auf und es hagelte, dass wir Sorgen hatten, ob unsere Dachfenster das aushalten würden. Sie hielten.

Außerdem sank die Außentemperatur rapide. Bei 4°+ wachten wir am frühen Morgen auf und ließen erst mal eine Weile den Heizofen laufen, dann kurz entschlossen zogen wir uns an und fuhren so gegen 7:15 Uhr los. Einen Kaffee bekamen wir später in Österreich. So früh am Montag war auf der Straße nicht viel los und wir kamen gut über die Pässe.

So gegen halb 3 erreichten wir unseren Platz bei Peschiera. Hier gibt es noch genügend Platz und wir suchten uns einen ganz vorne am Ufer aus. Es war wieder herrlich warm und wir entspannten bei T-Shrt-Wetter. So fängt der Urlaub gut an.

Heute haben wir die Fahrräder heraus geholt und sind zuerst nach Peschiera hinein gefahren. Es ist schon gut was los und in den bezaubernden Gässchen haben wir uns einen Kaffee gegönnt. Dann ging es um die Zitadelle herum an den Mincio und auf den Fahrradweg in Richtung Mantua. Der Weg ist gut ausgebaut und wir waren erstaunt wie viele Fahrradfahrer unterwegs waren.

Natürlich trafen sich alle in Borghetto. Die ehemaligen Mühlen auf den Felsen im Mincio sind ein Hingucker, siehe Titelbild. Dahinter liegt die beeindruckende ehemalige Staumauer mit der man im Fall der Fälle Mantua trocken legen wollte. Keine Ahnung, ob sie jemals zum Einsatz kam. Nach einer Mittagspause ging es dann mit Windunterstützung zurück zum Gardasee. 42 km, das ist genug für die erste Tour.

Peschiera und Mincio-Radweg

Nach Peschiera hinein ist zwar meistens ein Fahrradweg ausgeschildert, direkt an der stark befahrenen Hauptstraße, der aber mehr Stress wie Urlaub ist. Als wir das Zentrum erreichten, hieß es dann absteigen, hier sind nur Fußgänger erwünscht. Am Rande fanden wir ein nettes Restaurant wo wir sehr gut zu Mittag gegessen . Wie schon fast üblich teilten wir uns je eine Vorspeise, dieses Mal einen Salat und ein Hauptgericht. Über den Salat konnten wir absolut nicht meckern.

Es kam doch wieder Urlaubsstimmung auf, vor allem da wir gegenüber dem Lokal ein Hinweisschild zum Mincio-Fahrradweg sahen.

Entlang des Festungsgraben erreichten wir den Fluss und auf einem gut ausgebautem Fahrradweg sausten wir nur so bergab in Richtung Mantua. Bei einem Wehr mussten wir den Fluss überqueren. Eine Ape erregte meine Aufmerksamkeit und Gudrun deren Inhalt, leider nur abgepacktes Eis, das lies uns kalt und weiter fahren.

Die nächste Brücke war dann in Monzambano, wo wir nach einem richtig guten italienischem Eis kurz an unserem früheren Stellplatz vorbei fuhren. Alles sah ordentlich aus und es war ganz schön was los.

Also ging es weiter über die Felder zurück, vorbei an Ponti di Mincio und wieder zum R6, der uns bis Peschiera führte. Der Rückweg war nicht besser wie der heute Morgen, aber wir kannten ihn ja jetzt schon und die Erwartungen waren dem entsprechend niedrig. Die Akkus werden gerade aufgeladen, die Fahrräder sind schon in der Garage, denn Morgen geht es weiter.