Fahrt nach Demmin

Also, heute geht es in die andere Richtung zur Kreisstadt Demmin. Südlich der Peene über die Dörfer hin und parallel zur Hauptstraße auf einem Fahrradweg nördlich der Peene wieder zurück. Auf beiden Touren bekommt man von der Peene nicht viel zu sehen. Strßen und Ortschaften liegen auf dem hohen Ufer, dazwischen liegen viel Wasser, Schilfzonen und Sumpf.

Demmin war mal eine Hansesteadt. Vor allem die Ziegelstein-Gebäude entlang der Hafenkais erinnern an die Zeiten des regen Handels. Dieses Viertel ist schön hergerichtet. Hier befindet sich das Tourismus-Büro, einige Läden und etwas Gastronomie. So nah am Wasser muss man einfach Fischbrötchen essen. Meine Forelle passte nicht ganz hier her, hat aber geschmeckt.

Neben uns im Wasserlag ein Hausboot, dessen Haus ein Wohnwagen war, von dem man alles entfernt hatte, was man auf dem Wasser nicht braucht. Eine interessante Idee, ein Gag oder eine preiswerte Alternative?

An Hand einer Broschüre über die Stadt drehten wir noch eine Runde, die uns dann zur Peenebrücke und auf den Rückweg führte.

Hanseviertel

Fahrt nach Jarmen

Die Nacht war total ruhig. Man muss schon von selber aufwachen, weder Tauben noch Hähne, keine Autos oder sonstige Laute stören einen. Die Sonne hat es dann geschafft uns aus den Betten zu schmeißen.

Loitz

Als wir dann fertig waren, ging es mittels einer Klappbrücke über die Peene. Die ist in Berieb und gestern konnte ich beobachten, wie die Brücke geöffnet wurde, um ein Hausboot passieren zu lassen. Da sitzt ein Wohnwürfel auf 2 Schwimmkörpern, die von einem kleinen Außenborder angetrieben werden. Hier in Loitz gibt es einen Hafen und die Möglichkeit sie zu mieten.

Heute ging es auf kleinen Landstraßen bzw. Feldwegen Peene abwärts, also nach Osten. Als am Straßenrand ein Hinweisschild zum Teufelsstein wies, sind wir dort hin abgebogen. Ein recht großer Findling, der von den Bauern nicht weg geräumt werden konnten, lag in einer Kule, umgeben von einer Bank, einem Wild-Beobachtungsstand und etlichen Steinen, die die Bauern aus dem Feld geklaubt hatten.

Von Jarmen gibt es nicht viel zu erzählen. Es gibt vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, ein Restaurant, das auch an einem Montag geöffnet hat. Der Ort liegt nicht direkt an der Peene. Ein Pier mit Lagerhäusern befindet sich unterhalb an der Brücke.


Den weiteren Weg haben wir uns selber zusammen gesetzt, dafür war er ziemlich herausfordernd: Immer mal wieder stießen wir auf Kopfsteinpflaster oder Betonplatten mit unsanften Stößen zwischen ihnen. Interessant bemalt war da noch eine Trafostation.

In Loitz werden im Moment drei Wandflächen bemalt. Ich war gestern Nachmittag schon mal hier, da war noch nichts zu sehen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Es werden Tiere aus dem nahen Naturschutzgebiet abgebildet.

Ankunft in Loitz

Mit dem nach Ueckermünde folgenden Campingplatz hatten wir Mühe, denn auf unserer eigentlichen Route war alles ausgebucht. Nach einiger Internet-Recherche sind wir an der Peene gelandet.

Die Fahrt hier her verlief häufig durch wunderschöne Alleen, die zum Teil recht eng waren und auch der Straßenbelag ließ kaum mehr als 60km/h zu. Es war ja nicht weit zu fahren und nun sind wir recht zufrieden mit unserer Auswahl.

Wir befinden uns hier kurz hinter der Klappbrücke über die Peene am Hafen. Weiter vorne mit noch schönerem Blick gibt es städtische Plätze mit Strom und direkt danach kommt unser Amazonas-Camping. Recht gemütlich, etliche Kanufahrer sind auf dem Platz und die Sanitärausstattung ist komfortabel und sauber.

Zum Mittagessen hatten wir nur wenige Meter zu laufen. Im ehemaligen Bahnhof, der direkt am Hafen liegt ließen wir uns die Pfifferlinge schmecken. Danach entschieden wir uns zu einem Verdauungsspaziergang durch das Städtchen.

Wir entdeckten einige sehr schön restaurierte Gebäude. In der Altstadt, zum Teil mit Toren und Stadtmauer sieht es dann weniger modern aus. Da gibt es noch viel zu tun. Zum Glück haben Graffiti-Künstler sich etlicher verlassener Häuser angenommen und sie interessant bemalt.