Mentolieu – Kulturzentrum der Fabrik

Das Zentrum wird im Osten vom Fluss Duré umspült und bietet viele Überraschungen! Aus der Zeit gefallen, geschützt durch ihre Stadtmauern und im Schatten riesiger, über hundert Jahre alter Bäume, erzählt die ehemalige Textilfabrik Montolieu die Industriegeschichte des Dorfes.

Als Ort des Austauschs und der Begegnung ist das Kulturzentrum der Manufaktur Teil eines bemerkenswerten baulichen Erbes. Seit 1735 hat die Fabrik ihr Gelände erweitert und verfügt heute über eine Fläche von 14.000 Quadratmetern, die 1939 zu einem spanischen Flüchtlingslager wurden.

Heute fließt die Duré an den verschiedenen Künstlerateliers und Galerien entlang, die sich dort niedergelassen haben. Das Zentrum lebt im Rhythmus der kulturellen Veranstaltungen, die es anbietet. Es werden feste Termine rund um verschiedene Feste angeboten. Es ist auch ein charmanter Zwischenstopp mit seinen einladenden Gästezimmern oder einer gastronomischen Pause im Restaurant L’Apostrophe und seiner Bar-Lounge, einer Oase der Ruhe am Fuße des Dorfes!

Benutzt werden im Moment 3 Gebäude, ausgeschlossen sind die Teile wo das Dach fehlt oder der Fußboden. Ein Sponsor wäre hier willkommen, der das Konzept, so wie es im Moment besteht, akzeptiert oder fördert. Heute waren wir die einzigen Besucher, obwohl kein Eintritt verlangt wird.

In den Gangfenstern im Eingangsgebäude erheiterten uns etliche sehr schön recycelte Lampen und Grafiken mit Landschaften aus Marakesch und dem Ort. Im nächsten Gebäude entdeckten wir diese hübschen Plastiken und den Künstler Willy Bâs, der an einem seiner Bilder arbeitete. Hier habe ich 2 aus seiner Humanité-Serie fotografiert. Im Moment arbeitet er mehr mit Farbe, aber in ähnlichem Stil.

Willy Bâs

Zum Schluss gingen wir noch in eine große Halle, deren Wände ausgemalt sind mit einem Motiv, dass an die spanischen Flüchtlinge erinnert. Die Motive und der Zustand der Halle waren etwas gruselig.

Montonlieu

Der Ort befindet sich nördlich von Carcassonne am Rande der Montagne Noire. Die 829 Einwohner leben auf einem schmalen Felssporn. So schmal sind auch die Sträßchen und die Durchgangsstraße ist nur für Fahrzeuge unter 3,5 t erlaubt.

Die Haupteinnahmequelle ist der Gemüseanbau und der Wein, in den letzten Jahren wurde der Tourismus immer wichtiger. Beworben wird der Ort als Dorf der Bücher und der Künste. Hier gibt es 15 antiquarische Buchhandlungen, Kunsthandwerker, ein Museum der Buchdruckerei und eine königliche Tuchmanufaktur, die jetzt Künstler übernommen habe.

Von außen kann man die Reste einer Stadtmauer erkennen. Gärten fallen steil ab zu einem größeren Bach an dem Mühlen gebaut worden sind. Im Ort sind die meisten Gassen nicht befahrbar, dafür schmücken eine Unzahl von Blumentöpfen die Wegränder.

Die Läden sind in den schmalen Häusern untergebracht und liebevoll dekoriert. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert wirkt vor allem von innen ziemlich alt und renovierungsbedürftig. Mehrere Restaurants bieten ein preiswertes Angebot, während der Lebensmittelladen nur das Notwendigste im Angebot hat.

Wir sind ganz bis oben hinauf gefahren und haben danach die Fahrräder abwärts geschoben um genügend Zeit zum Gucken zu haben. Da wir nicht so fit im Lesen französischer Bücher sind, hielten wir hauptsächlich vor den Kunstgewerbeläden und waren bald durch den Ort durch und fuhren zum Campingplatz zurück. Hier blühen auf einem der Stellplätze 4 verschiedene Orchideenarten.