Les Baux de Provence

Oben auf den Alpilles, auf einem Felssporn, der nach Süden zeigt liegen Schloß und Ortschaft Les Baux. Von St. Rémy aus mussten wir auf schmaler Straße einen Pass überwinden, um dort hin zu kommen.

Vor dem Ort liegt ein ehemaliger Steinbruch, der seit ein paar Jahren für Lichtprojektionen genutzt werden. Wir hofften auf Monet, heute war aber der Kleine Prinz an der Reihe.Das war ganz nett gemacht, Monet hätte uns aber mehr interessiert.

Von dort ging es durch eine kleine Senke und hinein in eine Privatstraße, die kurz vorm Ort an einem kleinen Parkplatz endete. Von dort geht es nur noch zu Fuß weiter. Zuerst durch ein Stadttor und dann durch enge Gassen, die den Touristen all das anboten, was man partout nicht braucht.

Ausnahme waren die Calissons, ein Gebäck aus Melone, Orangen und Mandeln im Grundrezept. Dazu werden nach Geschmack Beeren oder Kräuter hinzu gefügt.

Calissons

Unsere Besichtigungstour endete am Ende des Felssporns, wo man einen gut 270° Rundblick hatte, bis runter ans Meer. Dann ging es zurück an die Fahrräder, den Pass hinauf und gut abgebremst wieder hinunter, wo wir von Freunden zum Boulespielen erwartet wurden.

Les Baux de Provence

Die Mittelmeerebene wird im Norden von den Alpillen begrenzt. Die bis 300 m hohen teils schroffem Kalksteinberge sind zu einem Naturpark erklärt worden. In ihrem Zentrum auf einem Kalksteinplatteau liegt der Ort Les Baux de Provence, zu dem wir heute gefahren sind. Einen ersten Stopp legten wir an einem römischen Aquadukt ein, der unseren Weg kreuzte.

Ab Paradou ging es dann den Berg hinauf. Hier waren wir mit vielen Rennrädern unterwegs, aber auch andere E-Bike-Fahrer wie wir trauten uns da hinauf. Der Blick auf die Felsen wurde dabei immer grandioser. Nachdem wir bei 12 m über NN angefangen hatten, liegt der Ort bei 311 m. Seit der Jungsteinzeit wird der Ort durchgehend bewohnt, wenn es auch heute kaum mehr als 300 Bewohner sind. Eine Besichtigung der Schlossruine schenkten wir uns, da wir einen Hinweis zu den Carrières de Lumieres sahen.

Hier hat man einen unterirdischen Steinbruch begehbar gemacht und alle Wände durch Projektoren angestrahlt. Hier läuft eine Bildershow über verschiedene Holländische Maler, bei der die Originalbilder bis zu 10 m hoch an die Wände projiziert werden. Dabei wechseln sich Bilder der Totalen mit Detailaufnahmen ab und dazu wird alles noch in Bewegung gesetzt. Der Eindruck war phänomenal, wenn mir auch nicht alle Effekte gefallen haben.

Bis zur Passhöhe war es nun nicht mehr weit und dann hatten wir eine lange Abfahrt vor uns. Wir fuhren weiter nach Norden und umrundeten so einen Teil der Alpillen.