Canal de Rompsay

Heute wollten wir mal zügig durch die Landschaft fahren. Dafür bietet sich der Rompsay-Kanal an. Beginnend vom Hafen in La Rochelle zieht er sich auf 24 km bis nach Marans hin. An ihm entlang verläuft eine Fahrradweg. Der geht dann noch weiter, ein Schild wies auf 105 km bis Les-Sables-d´Olomne hin.

Innerhalb des Stadtgebietes mussten wir mehrmals die Seite des Kanals wechseln. Hier war viel Verkehr auf dem Weg von Schülern, Einkaufenden, zur Arbeit Fahrenden, Jogger, Läufer und Spaziergängern. Der Weg wird auf alle Fälle sehr gut angenommen.

Mit jedem Kilometer wurde es ruhiger und der Kanal schnitt sich immer tiefer in die Landschaft ein. Hier durchfährt man ein Naturschutzgebiet, das man errichtet hat nachdem dem Schiffsverkehr 1972 eingestellt wurde. Teile lassen sich noch mit dem Kanu befahren.

An der tiefsten Stelle verschwindet der Kanal in einem 842 m langem Tunnel. Der Fahrradweg macht einen Schlenker bis er sich wieder längs des Kanal einfindet. Schnell befindet sich der Kanal auf Höhe der Landschaft und Felder breiten sich zu beiden Seiten aus. Hier machten wir kehrt.

Zurück in La Rochelle im Hafengebiet gab es einen verdienten Café alongé, um dann bei Sonnenschein Werftarbeitern beim Setzen eines Mastes und später Boule Spielern zu zu sehen. Genug für heute, jetzt gibt es nur noch Duschen und Faulenzen.

Baños de Montemayor nach Navalmoral de Béjar

Bis Baños de Montemayor fuhren wir auf der Autobahn. Von dort ging es erst mal hinunter in den Ort. Hier scheint es mehr Hotels wie normale Häuser zu geben. Wir verliesen den Ort aber gleich wieder in einer Haarnadelkurve und fuhren hinauf zum ehemaligen Bahnhof. Dort hatten wir bei unserer letzten Tour auf dem Via Verte festgestellt, dass es dort einen größeren Parkplatz gibt.

Hier machten wir unsere Fahräder tourfertig undsetzten den Weg in Richtung Salamanca fort. Am Wegesrand sahen wir rosa Lupinen, manchmal stehen sie auch gemischt mit den blauen. Kurz hinter dem ersten Tunnel hat man diesen Blick auf Baños de Montemayor und den Embalse de Baños, einem Stausee. Weiter ging es stetig bergauf. Am Bahnhof von Puerto de Béjar vorbei, wo leider noch alle Stühle auf den Tischen standen. Woher sich dieser Name für den Ort ableitet, ist mir unbekannt, denn selten liegt ein Hafen so hoch am Berg.

Puerto de Bejar

Es war aber nicht mehr weit bis wir die Mauern von Bejar sahen. Die Stadt mit sehr hohen Häusern liegt auf einem Felssporn. Unser Weg führte am Bahnhof vorbei. Gegenüber haben wir auf unserem Rückweg gegessen. Der Fahrradweg führte direkt auf den Felsen zu auf dem die Stadt liegt und verschwindet in einem langen beleuchteten in einer Kurve liegenden Tunnel.

Dem schloss sich eine kleine Brücke und ein tiefer Einschnitt aus schwarzem Gestein an. Hier konnten wir etliche Klettersteige entdecken. Nach wenigen Kilometern endet der ausgebaute Teil der Via Vert an einer Weide auf der große Granitsteine herum liegen, man einen schönen Blick nach Norden hat und die Pfingstrosen blühen.

Dann lag ein großer Stein auf dem Weg und es lagen noch Schwellen und Gleise, die nur notdürftig mit Sand eingeebnet sind. Wir haben uns einige hundert Meter bis zu einer Asphaltstraße gequält, die in den kleinen Ort hinab nach Navalmoral de Béjar führt. Das ließen wir aber sein und machten uns auf die Rückfahrt und hatten einen schönen Blick auf die Schneeberge.

Höhepunkte unserer Frankreichtour 13: Mirepoix

Nach einem Abstecher nach Pamiers fuhren wir weiter in Richtung Carcassonne. Nach 20 km kamen wir nach Mirepoix, was uns interessant erschien. Also herunter von der Hauptstraße und einen Parkplatz gesucht. Entlang der Stadtmauer war das im Spätsommer kein Problem. Auf den ersten Blick war Mirepoix nett, gemütlich, aber als wir ins Zentrum bei der Kirche kamen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der Platz hinter der Kirche ist von Geschäftshäusern umgeben, die auf der Höhe des Parterres gut 6 m tief, frei da stehen. Das eine Arkade zu nennen, widerstrebt mir. Arkaden kennt man von Südtirol als Gänge mit denen man im Trockenen oder im Schatten an den Geschäften entlang bummeln kann.

Hier sind die Häuser aufgeständert, so dass viel mehr Platz zur Verfügung steht. Deswegen findet man hier auch viele Tische und Stühle der dahinter liegenden Lokale, bzw. wird der Platz für die Auslagen der Geschäfte verwendet. Hier hat sich das mittelalterliche Stadtbild erhalten und es macht Spaß hier herum zu bummeln.

Nach dem Mittagessen wollten wir weiter. Beim Tanken fiel uns ein Schild auf, dass uns an die Voies Vertes (Fahrradtrassen) erinnerte. Ein Blick darauf bestätigte unseren Verdacht, es war der Startplatz für den Chemin des Filatiers (Weg der Garnhändler) -Fahrradweg, der von hier in Richtung Berge auf einer ehemaligen Bahntrasse auf 38 km bis Lavelanet verläuft.

Da brauchten wir nicht lange zu überlegen, da das Wetter mitspielte: Fahrräder raus und auf die Sättel. Der Weg war mal wieder gut ausgebaut und übersichtlich beschildert. Einmal fehlte eine Brücke, so dass wir die Böschung zu Fuß hinunter mussten und auf der anderen Seite wieder hinauf. Sonst hatten wir nichts zu bemängeln. Landschaftlich schön gelegen mit immer wieder neuen Blicken auf Berge, Ortschaften und Ruinen. Höhepunkt war ein über 300 m langer Tunnel. Nach erfolgreicher Durchfahrt machten wir kehrt, da wir ja wieder zum Wohnmobil zurück mussten.