Wir verabschiedeten uns von der großartigen Landschaft der Rocky Mountains und fahren hinaus in die Great Plains. Noch sind wir auf der nördlichen Route der historic Route 66. Es ist nicht viel los auf der Straße, die Weiden rechts und links sind eingezäunt, aber weit und breit keine Kuh, keine Farm.
Da wir schon häufig direkt am Straßenrand Interessantes gefunden haben, passen wir auf. Schnell fahren ist eh nicht erlaubt. Immer mal wieder steht eine Cylindroopuntia imbricata direkt am Zaun, da neben ein Meer von kleinen Astern.
Indian Blanket
Penstemon
Krameria lanceolata
Road Runner
Am Nachmittag erreichen wir Texas und damit den Interstate Higway, den wir aber überqueren und parallel dazu auf der historic Route weiter fahren. Wie zur Begrüßung stehen am Hang eines trockenen Baches Kakteen: Opuntien und Echinocereen.
Es hat geschneit und es geht auf Weihnachten zu. Dann kann man schon mal an die weißen Dünen zurück denken. Kommen Sie mit auf einen gedanklichen Abstecher nach New Mexiko. Ja, dort befinden sich die weißen Dünen. Eigentlich ist das purer Gips (Kalzium-Sulfat), den der Wind hier ablagert. Strahlend weiß leuchtet er in der Landschaft und bildet einen großen Kontrast in der Landschaft.
Echinocereus triglochidatus
Diese ist leider zum größten Teil militärisches Gelände und es gibt nur eine kleine Zufahrt zum „White Sands National Monument“ und diese liegt am Hwy 70 nördlich von El Paso.
Yucca
Occutillo
Der Gips stammt von einem See westlich der Dünen, dessen Wasser immer wieder verdunstet. Die Gipsablagerungen werden ständig vom Wind in östliche Richtung davon geweht. Einige Dünen wandern bis 9 m im Jahr. Was von den Pflanzen vom Gips verschüttet wird stirbt ab. So findet man nur am Rande der Dünen Pflanzen, die mit diesen Bedingungen klar kommen. Wir fanden hier Echinocereen, Yuccas und einige andere Arten. Vor allem die Yuccas scheinen sehr tief zu wurzeln, denn die fanden wir auf auf den Dünen.
Sandverbene
Die Besucher, vor allem Kinder kommen aus anderem Grund hier her. Der Gips-Sand ist so weich, dass er sich wunderbar zum Schlitten fahren eignet. Das ist ein beliebter Ausflugsort für die Kindergärten. Am Eingang des Parkes im Visitorcenter erhält man Informationen zu den Wanderungen, die man unternehmen kann, eingeschlossen Warnhinweise, denn es kann hier im Sommer sehr heiß werden. Für die Erwachsenen stehen ein paar Sitzgarnituren und Grillstellen in der Nähe des Parkplatzes. Für uns war das ein befremdender Anblick, aber bei Sonnenuntergang könnte hier ein interessantes Farben-Schauspiel zu sehen sein.
Wenn man das Death Valley über Scotty´s Castel verlässt, kommt man über den Lida Summit (2256 m ü. NN) nach Kalifornien. Bei der Auffahrt zum Lida Summit fährt man durch ein enges Tal, an dessen Hängen wir Kakteen gefunden haben. Hier oben sind die alle in unserem Sprachgebrauch: winterhart. Von der Straße aus kann man die Pflanzen gut sehen, zum Fotografieren musste ich aber einen Schuttkegel hinauf. Hier oben fanden wir große Gruppen von Echinocereus engelmannii var. mojavensis.
E triglochidatus var mojavensis
Nach dem die Echinocereen bei Las Vegas in Blüte standen, zeigten die meisten hier erst Knospen und ich war froh wenigstens eine Blüte zu finden. Auch sinkt die Anzahl der Arten, die man an einem Standort finden kann immer weiter, um so weiter man nach Norden vordringt.
Opuntia erinacea var ursina
Schön war auch ein Stein mit einer türkisfarbenen Flechte und ein Pflänzchen, das ich bis jetzt nicht bestimmen konnte.
E triglochidatus var mojavensis
Dieser Hwy. war kaum befahren. In der Zeit in der wir die Bilder machten, kam kein einziges Auto vorbei. Über Oasis fuhren wir dann über den Westgard Pass (2229 m). Das ist aber nicht wie in unseren Alpen, man fährt gemütlich in einem Tal bis zur Passhöhe hinauf, ganz ohne Serpentinen und heftigen Steigungen. Kurz darauf ging es zum Bristelcone Pine Forest. Dort sollen sehr alte Borstkegel-Kiefern stehen. Die älteste schätzt man auf 4700 Jahren. Man kommt aber nur mit einer längeren Wanderung bis hin. So blieb es bei einigen schönen Naturbeobachtungen mit Kakteen und Tieren.
Desert Paint brush
triglochidatus ver mojavensis
Zum Übernachten fuhren wir noch bis Bishop an dem Hwy. 395, der uns den Weg nach Carson City, der Hauptstadt des Staates Nevada vorgibt.