Görlitz, Schaufelbagger

Wir sind im östlichsten deutschen „ehemaligen“ Braunkohlerevier gelandet. Erst jetzt geht mir auf was für eine große Bedeutung die Braunkohle für die Menschen hier gehabt hat. Von Halle bis Görlitz zog sich das Revier und mit dem Ende der Braunkohle starben viele Fabriken, die Zulieferer oder Abnehmer dieser Industrie waren aus. Das war ein Umbruch wie er Jahre vorher im Rurgebiet von statten ging.

Eigentlich wollten wir nach unseren Einkäufen im Handelhof mit anschließendem Mittagsessen beim Thailänder ebenda auf den Campingplatz südlich von Görlitz. Leider 5 Minuten zu spät, um noch vor der Mittagsruhe eingelassen zu werden. So hatten wir Zeit und fuhren zurück zu dem Schaufelbagger, den wir auf der Hinfahrt gesehen hatten.

An der Kasse bekamen wir leuchtend gelbe Helme und von da ab konnten wir uns frei auf dem Gelände bewegen. Am Interessantesten war natürlich der riesige Schaufelbagger, den wir ziemlich hoch besteigen durften. Plötzlich kam uns die verrückte Idee: Was tun, wenn dieser „Dinosaurier“ plötzlich in Bewegung setzt?Ich kann euch beruhigen, er blieb stehen wie die Sphinx.

Der Campingplatz an der „Blauen Lagune“ ist in Bezug auf die Einrichtungen ein Spitzenplatz, so auch im Preis. Wir konnten gerade mal 2 Übernachtungen ergattern. Der See ist ein Rest einer ehemaligen Kohlegrube und jetzt ein Naherholungsgebiet für die Menschen rund um Görlitz mit Minigolf und Hochseilgarten.

Bautzen

Ich hoffe, jemand hat meine Beiträge vermisst. Auf jeden Fall, hier kommt der Neueste. – In der Zwischenzeit waren wir am Sonntag Boule spielen im Kupark von Schönebeck und am Tag drauf ging es mal ein längeres Stück bis hier her nach Bautzen. Das hier ist ein sehr gepflegter Platz, was sich auch bei den santären Anlagen wiederfindet. Er ist als Ganzjahresplatz ausgewiesen und dafür ist er auch tauglich.

Spree Stauseen

Dann haben wir gestern noch gewaschen, was nicht ganz einfach war, weil wir die Maschinen nicht kannten und wir sie nicht richtig trocken bekamen. Also Wäscheleine ziehen und aufhängen. Zum Glück hat das Wetter mitgemacht.

Wir sind hier an der Spree, ganz in der Nähe gibt es einen Stausee mit Bademöglichkeiten. Wir interessieren uns vor allem für die Stadt. Von der Autobahn sahen wir sie schon hoch über der Spree liegen. Mit dem Fahrrad waren es gerade mal 4 km in die Innenstadt und dann kam das Kopfsteinpflaster, dass man am besten zu Fuß bewältigt.

Mit einem Stadtplan liefen wir die besonderen Hingucker ab und waren erstaunt immer mal wieder einen weiteren Turm vor uns zu haben. Die Stadt ist ganz allgemein in einem ansehnlichen Zustand. Viele aufwändige gestaltete Bürgerhäuser sahen wir. Da wo es sich nicht mehr gelohnt hat zu restaurieren, standen nun moderne, schön gestaltete Neubauten.

Wir sind hier bereits im Siedlungsgebiet der Sorben, so sind die Straßenschilder zweisprachig, es gibt Lokale mit spezieller sorbischer Küche, ein sorbisches Heimatmuseum und ein sorbisches Theater. Der Besuch der Stadt hat sich gelohnt. Morgen bleiben wir noch mal hier. Mal sehen, wo uns unsere Fahrräder hinfahren.