Alcántara

Etwa 50 km westlich von Cáceres liegt Alcántara, ein Ort mit gut 1300 Einwohnern, wobei die Einwohner 1950 noch bei über 4.000 gelegen hat. Bekannt ist der Ort vor allem durch seine Römerbrücke, die unter Kaiser Trajan um 100 n. Chr. innerhalb von 5 Jahren erbaut wurde, um das römische Reich in Richtung Portugal erweitern zu können.

Die Brücke überquert den Tajo mit 6 Bögen unterschiedlicher Öffnung, 8 m Breite ,194 m Länge und 91 m Höhe. Die Brücke wird noch heute für den Verkehr inklusive LKW benutzt. In der Mitte erhebt sich ein 14 m hoher Ehrenbogen. Auf der Südseite steht noch ein kleiner den römischen Kaisern gewidmeter Tempel.

Das nördlich der Brücke befindliche Gebäude gehört zu einer Befestigungsanlage Karl V. Wir sind über die Brücke gelaufen und haben den Blick auf den Tajo und dem davor liegendem Staudamm geworfen, der 1970 erbaut wurde und 130 m hoch und 570 m lang ist.

Oben im Ort gibt es einen großen Stellplatz für Wohnmobile von dem wir den Ort erkundet hatte. Vor allem auf den Dächern der Kirchen sahen wir viele Störche und ihre Nester. Die Ortschaft ist sauber, heimelig mit ihren kleinen Gassen und bietet die notwendige Infrastruktur außerhalb der Altstadt.

Wir haben dort gegessen bis wir auf einer anderen Route zurück nach Cáceres fuhren. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, oft sehr steinig, so dass man keine Felder sieht. Es sind alles Weiden für Rinder und Schafe, die gerade gelb blühen, zum Teil von Iris und Lupinen durchzogen, die Ränder beherrscht der Schopfsalbei, Ginster und Mohn.

Übrigens hat uns Alcántara viel besser gefallen wie Cáceres.