Radtour nach Agen

Dass wir bereits vor ein paar Jahren dort waren, fiel mir erst auf, als wir an einem besonderen Streetart-Gemälde vorbei kamen. Damals kamen wir von Osten in die Stadt hinein, dieses Mal von Westen, etwa 10 km vom Campingplatz aus.

Nur 2 kurze Stücke mussten wir auf einer stark befahrenen Straße fahren, dann kamen wir an der Kläranlage und etwas weiter flussauf am Wasserwerk vorbei. Normalerweise sind das keine Orte, um vom Fahrrad abzusteigen, dieses Mal schon.

Das nächste Highlight war die Pont Canal, wo der Garonne-Seitenkanal hoch über die Garonne und den Fahrradweg geführt wird. Auf dem Bild sieht man eine Bootsbesatzung über die Brücke hinaus schauend.

Kurz darauf erreichten wir die Innenstadt. Häuser wie das Museum und das Theater besitzen eindrucksvolle Bauwerke, viele der Stadthäuser müssen aber grundlegend saniert werden, einige Läden stehen leer da. Die Stadt versucht durch Blumenschmuck, Deko in den Straßen oder Baumkronen so wie Kunstobjekte die Innenstadt freundlicher zu gestalten.

Essen gehen ist manchmal kompliziert, Sonntags sind die Lokale „complet“, Montags dafür geschlossen. Da bleibt oft Fastfood oder wie heute ein Taco-Restaurant, originell über mehrere Etagen verteilt, das Essen kam sicherlich aus der Mikrowelle.

Nach einer weiteren Runde durch die Innenstadt bei Sonnenschein zogen in der Ferne dunkelgraue Wolken auf. Also, den Fahrradweg für den Rückweg gesucht und los geradelt. Beim letzten Ort vorm Ziel fing es an zu regnen. Zuerst hielt ein Haselnussstrauch das meiste ab, dann zogen wir uns unter eine Treppe zurück. Die Wäsche (links im Bild) hatte jemand vergessen und wurde nass, während die Kaktusblüte gut geschützt durch das Dach weiter blühte.

Valence – Agen entlang des Kanal der Garonne

Nachdem es heute Nacht heftig gewittert hat, klarte es heute morgen immer mehr auf und wir beschlossen die Voie Verte Garonne abwärts zu fahren, also in Richtung Bordeaux. Vom Campingplatz war der Zugang ausgeschildert. Danach konnten wir es laufen lassen, so weit der Wind nicht bremste.

Der Weg hat Fahrspurenbreite, ist gut asphaltiert und mit allem ausgerüstet, was man sich nur wünscht, inklusive alle paar Kilometer eine Fahrradstation mit Luftpumpe und Werkzeug.

Hier machen die Platanen noch einen gesunden Eindruck und so fuhren wir oft unter einem grünen Blätterdach.

Natürlich kamen wir alle paar Kilometer zu einer Schleuse. Die Bootscrew muss hier die Schleusen selber bedienen, aber nicht mehr per Kurbel, sondern ein Knopfdruck genügt. Die unterschiedlichsten Brücken überqueren den Kanal und an 2 Stellen überquerte der Kanal einen Flusslauf.

Agen hat eine nette Innenstadt, um die zu erreichen muss man aber zuerst einen industriellen Bereich durchqueren. Zurück fanden wir einen ein wenig weiteren Weg, der aber von der Innenstadt ziemlich direkt zum Kanalhafen führte und damit auch zu unserer Voie Verte nach Hause.

Mit Rückenwind lief es nun flott und nach einem größeren Einkauf im Intermarchée ist für den Rest des Tages Faulenzen angesagt.