Fundación César Manrique

Unser Auto stand heute Morgen pünktlich vor der Tür und wir machten uns auf über San Bartolomé zur Fundación César Manrique zu fahren. In mitten eines Kreisverkehrs entdeckten wir ein Windspiel des Künstlers.

Mit der Fundatión ist vor allem das Haus des Künstlers gebaut. Zu Beginn entdeckte er in einem Lavafeld mehrere miteinander verbundene Höhlen. Vermutlich konnte er das Land günstig erwerben und machte sich an den Ausbau der Höhlen mit dem Ergänzen von oberirdischen Räumen.

Heute ist es ein Museum in dem viele Gegenstände aus seiner Schaffensperiode ausgestellt sind. Für uns war vor allem die Ausgestaltung der Höhlen von Interesse und wie er das Haus in die eigentlich unwirtliche Umgebung integriert hat. Natürlich gibt es auch einen Museumshop und ein Café.

Auf der Hinfahrt fiel uns der Ort San Bartolomé auf, so dass wir den Ort noch mal anfuhren. Er hat ein schönes Zentrum mit Palmenallee, Theater, Kirche und Rathaus und an dessen Ecke eine nette Bar, die ab 13 Uhr Mittagessen anbietet.

Wir entschieden uns mutig für das Menü und bekamen Fischsuppe oder eine kalte Tomatensuppe, zum Hauptgang Cordon Bleu mit Pommes oder Schmorfleisch mit Kartoffeln und – es könnte Süßkartoffel gewesen sein. Die Rechnung machte mit einem Liter Wasser und 2 Espresso 22,oo€.

Anschließend mussten wir die Kalorien ablaufen und fuhren bis zum Parkplatz zur Caldera Blanca. Der Weg Es führt in vielen Windungen durch eine Lavawüste. Da er sehr schwer zu gehen war, drehten wir noch vor dem Erreichen der Caldera um. Es war trotzdem ein schönes Erlebnis.

Puerto del Carmen

Nach der Autofahrt gestern wollen wir es heute etwas langsam angehen. Nach dem Frühstück im Sonnenschein auf der Terrasse haben wir gelesen. An der Rezeption gibt es eine größere Anzahl an Büchern zum Ausleihen. Dort haben wir auch ein Auto für die nächsten 7 Tage gemietet. Es hat sich schnell gezeigt, dass das der Urlaub ist, so wie wir ihn lieben. Wenn schon nicht im Wohnmobil, dann doch mobil und immer wieder etwas Neues auskundschaften.

Nicht dass wir an unserem Ort etwas auszusetzen hätten. Puerto del Carmen ist sehr gepflegt. Das Angebot an Geschäften und Lokalen entlang der Promenade ist vielseitig und hier trifft man sich. Hier trifft man sich. Man bummelt, joggt, fährt Fahrrad, es ist lebhaft bis in die Nacht hinein, wann Lifemusik angeboten wird, in den Bars vom Sport bis zu Spielen einem nicht langweilig wird, wenn man es mag.

Heute haben wir für 22€ für 2 Personen eine Tapas-Platte bekommen und sind gut satt geworden. Es gab Hühnchen, Krabben, Schweinefleisch, Kartoffeln, Tintenfisch, Käse,…? Alles war lecker. Leider war auch heute auf dem Bouleplatz nichts los, war wohl noch zu früh am Tag.

Die gelben Kugelkakteen: Echinocactus grusonii, scheinen hier die Nationalpflanze zu sein. Ich entdeckte sogar schon eine Blüte, nur haben die Blütenreste alle keinen Samen, es fehlt wohl der richtige Bestäuber. An Bäumen sah ich etliche Euphorbia canariensis und auch den Drachenbaum. Die Aloe vera steht auch schon in Blüte und ist all gegenwertig.

Heute ist es recht windig und die Sonnenanbeter haben sich an die Mauer mit Windschatten zurück gezogen. Die nächste Insel hat sich im Dunst versteckt. Sonst sahen wir schon etliche Badende und auch Taucher, aber die haben sich weitgehend andere Beschäftigungen gesucht. – Das Einkaufen geht recht gut. Fast an jeder Ecke befindet sich ein SPAR-Laden, dessen Angebot aber nichts mit dem, was man von Deutschland kennt überein stimmt. Es sind spanische Läden, dazu findet man auch unabhängige „Krämerläden“, die die wichtigsten Lebensmittel vorrätig haben.

Quer über die Insel

Unseren Mietwagen brachte man uns pünktlich heute Morgen vor die Türe. Schnell waren die Dinge für den Ausflug eingepackt und mit Karte und Reiseführer ging es los. Unser erstes Ziel war die Apartmentanlage „Los Villareales“ in Tias. Da nach ihr nicht hingewiesen wird, war etwas Pfadfinderkenntnis gefragt, um sie zu finden. Hier scheint vor allem Gaudi Pate gestanden zu haben.

Den nächsten Halt machten wir an der Caldera Colorada. Vom Parkplatz aus ging ein bequemer Fußweg einmal um den Vulkan herum. Da die Hänge von unterschiedlichen Gesteinen und Farben gebildet werden, ist die Wanderung sehr abwechslungsreich. Mit den unterschiedlichen Gesteinen ändert sich auch der Pflanzenbewuchs. Dazu konnten wir Vögel, Eidechsen und Heuschrecken beobachten.

Überrascht haben mich vor allem die blühenden Geranien, Aeonien und verschiedene andere Blütenpflanzen.

In der Casa Museo del Campesino haben wir zu Mittag gegessen. Hier wurde vor allem Kanarische Küche angeboten. Wir suchten uns geschmortes Ziegenfleisch und Kaninchenfleisch auf Gemüse und Süßkartoffelmus aus und es hat uns gut geschmeckt. Außerhalb gibt es noch einen Garten und ein Gebäude in dem einheimische Handwerksprodukt verkauft werden, z. B. Strickwaren, die mit der Cochenille-Laus gefärbt wurden.

Unserer weiterer Weg ging hinunter an die Nordküste, hier sahen wir viele Windsurfer, die Landschaft ist dagegen trostlos. Auf dem Heimweg sind wir noch etwas Spazieren gefahren und haben für 6 € voll getankt, so dass wir den Fiat 500 wieder abgeben konnten. Im Hinterland trifft man auf viele Rennradfahrer, so dass die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h reduziert ist.

Ankunft in Lanzarote

Die Zugfahrt von Crailsheim nach Stuttgart verlief so wohl pünktlich wie auch problemlos. Das Umsteigen von DB zur S-Bahn ist eine Katastrophe und eigentlich unzumutbar, vor allem mit Gepäck. Wenn man den S-Bahn Bahnsteig endlich erreicht hat, ist man gefühlt auch schon am Flugplatz.

Die Maschine war gut belegt, der Service ist gut, so weit man diverse Leistungen vorab als Zusatz(_Kosten) zugebucht hat. Man fühlt sich wie im Supermarkt in dem laufend Waren angeboten werden, bezahlen kein Problem. So verging die Zeit, knappe 4 Stunden recht schnell. Zuletzt bekamen wir noch eine Sight-Seeing-Tour in dem wir entlang der Küste Lanzarotes entlang flogen. Mein Kommentar: Da müsste jemand mal gießen.

Ein Tipp in eigener Sache, wer früh eincheckt, muss auf den Koffer bis zuletzt warten. BINGO! Macht aber nichts, denn die anderen warten brav im Bus bis auch wir ankamen. Dort waren wir dann die vorletzten die ausstiegen, dafür haben wir eine Führung entlang etlicher Hotels und der Siedlungen bekommen. Da müssen wir die nächsten Tage nicht mehr durch.

Bei Sonnenuntergang erreichten wir unser Ziel, eine gemütliche Appartement-Anlage (Playamar) direkt hinter der Promenade, zentral, aber leise. Der Service an der Reception lies bis jetzt keine Wünsche offen. Den Urlaubsbeginn musste noch gefeiert werde. Die Anzahl und die Ausrichtung der Restaurants ist riesig und wir blieben in einem ruhigen kleineren Lokal weiter verschiedenen Tapas und Wein von der Insel hängen. Das war so was von GUT.

Müde waren wir dann auch und fielen in unsere Betten und schliefen gut und schnell ein. Ein SPAR-Markt liegt gleich um die Ecke und ein erster Spaziergang führte uns in den Ferientrubel. Er ist noch OK, aber wie wird das in der Hochsaison sein?

Frühling auf Lanzarote

Noch ein paar Tage und wir starten zu den Kanarischen Inseln. Dieses Mal nach Lanzarote. Heute haben wir den 25. Januar 2023, es ist neblig, dunkel, kalt, eigentlich so wie man es im November erwartet. Deswegen sehnen wir uns nach etwas Sonnenschein und wenn es außerdem noch etwas wärmer ist, hätten wir auch nichts dagegen.

Da ich logischerweise noch keine Bilder von Lanzarote besitze, habe ich sie aus dem Internet geholt: siehe https://www.hallokanarischeinseln.com/lanzarote/

Lanzarote etwa 3000 km von Deutschland entfernt und liegt auf der Höhe des südlichen Teils von Marokko. Da sie recht flach ist, ziehen die meisten Regenwolken über sie hinweg. Deswegen bin ich recht gespannt, was uns die Natur zu bieten hat.

Wir haben für 14 Tage ein Apartment gemietet und wollen uns wenigstens das Frühstück und Abendbrot selber machen, mittags aber die kanarische Küche ausprobieren. Alles Weitere folgt dann von dort und ihr seid mal wieder recht herzlich eingeladen unserer Reise zu folgen.