Lago di Bolsena umrundet

Nachdem der gestrige Tag recht durchwachsen war, kam in der Nacht ein heftiger Regenguss herunter und dann war es plötzlich sternenklar und kalt. Mit der Sonne wurde es aber wärmer und wir entschieden uns dem Weg vor dem Campingplatz gegen den Uhrzeigersinn um den See zu folgen.

Capodimonte

Bald sahen wir Capodimonte vor uns liegen. Der Asphalt hörte auf und geschottert ging es weiter bis ein Felsen uns im Weg war. Den ging es zu umfahren. Zum Glück war der Weg plötzlich wieder asphaltiert. Ein kleines Schild mit dem Hinweis auf eine 20%ige Steigung lies uns die richtige Unterstützung und Gang wählen. Dafür hatten wir bald einen schönen Blick auf Capodimonte.

Isola Bisentina

Es war mit Allerheiligen ein langes Wochenende und damit viel los im Ort. Gegen über liegt die Isola Bisentina. Die Insel ragt 56 Meter über den Seespiegel auf und ist im Privatbesitz. Der Lago di Bolsena ist der größte Vulkansee Europas. Seine größte Tiefe beträgt 151 Meter. Wo das Ufer flach ist, wird Gemüse angebaut.

Marta

Nur wenige Kilometer weiter liegt Marta. Auch der Ort bietet interessantes zum Schauen, eine Promenade mit vielen Besuchern und wenn man weit genug außerhalb sucht auch noch einen nicht reservierten Tisch. Gut gestärkt schauten wir uns bei Google-Maps an, wie wir weiterfahren, bzw. zurück fahren sollten. Wir hatten den See fast umrundet und beschlossen unser Glück zu versuchen.

Die Hauptstraße bog nach Montefiascone, den Berg hinauf, ab. Unten am See stand nichts von einer Sackgasse, wenn der Weg auch immer schmäler und schlechter wurde. Dann war er nur noch für Fußgänger und Fahrradfahrer erlaubt. Er wurde durchaus reizvoll, es blühte über all. An einer Stelle waren dann Weiden beim letzten Sturm umgestürzt, direkt über den Weg. Da mussten wir drüber, ein paar Schritte weiter ging unten durch (s. Foto).

Basaltsäulen

Danach ging der Weg durch Olivenhaine, später aber steil hinauf auf die SS2. Endlich wieder Asühalt, aber auch Verkehr. An einer Bushaltestelle kamen wir an einem Basaltaufschluss vorbei, einmal hatten sich die Säulen in einem Vulkankegel gebildet. Nach dem Versinken der Vulkane kippten sie in fast waagerechte Lage. Dann war es nicht mehr weit ins pitoreske Bolsena. Wir blieben am Fuße des Ortes, denn es ging sehr steil zu den obersten Häusern hinauf.

Bolsena

Dann nahmen wir die letzten 10 km in Angriff. Eine Abkürzung führte fast zu einer Kollision mit einer Nutria-Familie, die wir noch filmen konnten bis sie sich ins Schilf davon machte. 51 Kilometer, die sich voll und ganz gelohnt haben.

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