Nirgendwo sonst findet man so viele Heilige auf einem Platz, und das soll für jemanden wie mich ein lohnendes Ziel sein? Dazu stehen sie J-w-d, nur über eine kleine Straße zu erreichen auf einem Hügel. Wieso der Ort „Tal der Heiligen“ heißt erschließt sich mich nicht.

Das ist ja auch egal, denn sie sind fantastisch, die Skulpturen, wie sie über das Land blicken, jede mit einer eigenen Geschichte und jetzt beieinander. Weit genug entfernt von einander, dass man einzeln mit ihnen in Kontakt treten kann.


Bei dem Projekt geht es um bretonische Volkskultur, die mit den bretonischen Heiligen verbunden ist. Im Moment sind es an die 200 Skulpturen.
Dann wiederum wirken sie aufeinander: Form, Stil, Ausdruck, Details, Kleidung, Mimik, Gestik, da ist die ganze Erde versammelt, friedlich, strahlend und beeindruckend wegen ihrer Größe.

Unterhalb des Berges liegt versteckt eine Kapelle. Wenn man von ihr kommt liegt gleich rechts der Werkhof mit weiteren rohen Steinen, Werkzeug und Skizzen. Im Besucherzentrum werden Führungen angeboten und natürlich Souvenirs. Der Eintritt ist frei, wenn man von von den großzügigen Parkgebühren absieht .

Auf unserer Weiterfahrt haben wir in einem Fernfahrerrestaurant zu Mittag gegessen. Für 34 € zu zweit all inklusive. Dem Koch gehört der Renault vor der Türe. Er bat mich das Nummernschild zu kaschieren, was ich natürlich gemacht habe. Dann haben wir der Bretagne ade gesagt und sind nun kurz vor der Loiremündung. Regen und kühle Temperaturen machten uns die Entscheidung einfach in den Süden auszuweichen.