Méry-sur-Seine

Der gestrige Tag lief, nachdem wir das Rheintal in Richtung Saarbrücken verlassen hatten, recht angenehm ab. Wir erreichten dank Navi problemlos unseren Campingplatz südlich von Metz. Der Platz liegt direkt am Fahrradweg und am Kanal.

Wir hatten nur Probleme mit dem Strom. Die 240 V kamen einfach nicht im Wohnmobil an. Nachdem das Wetter wieder schön geworden ist, auf der Fahrt bekamen wir etwas Nieselregen ab, wollten wir eigentlich bleiben. Das Strom-Problem lies uns heute Morgen eine Werkstatt anfahren. Wie sich herausstellte liegt das Problem am Sicherungskasten und da ist so einfach kein Rankommen, also müssen wir uns die nächste Zeit anders behelfen.

Da wir schon auf Achse waren, fuhren wir weiter. Die ersten Kilometer fuhren wir von Fluss zu Fluss und der Weg war recht abwechslungsreich. Später kamen wir in die Champagne mit endlos geraden Straßen. Auf der Route National war aber nicht viel los und die Orte in größeren Abständen, so dass wir zügig vorwärts kamen.

Jetzt stehen wir in einem Camping-Car-Park. Das heißt, hier gibt es kein Personal, mit aufgeladener Karte öffnet sich die Barriere und beim Hinausfahren wird der fällige Betrag abgebucht. Der Platz macht einen gepflegten Eindruck, die sanitären Einrichtungen sind zufriedenstellend. Man zahlt zwischen 15 und 17 € pro Nacht, etwas weniger wie auf einem Campingplatz, dafür gibt es auch keinen Brötchenservice.

Heute Nachmittag haben wir die erste Fahrradtour gemacht, es ging entlang dem Seine-Kanal. Teilweise fuhren wir durch einen grünen Tunnel, dann an Feldern entlang, mal passierten wir eine Schleuse, am Schluss eine „Guillotinen-Schleuse“. An Hand der Aufnahmen werdet ihr erkennen, welche damit gemeint ist.

Abseits des Kanalwegs war uns ein spitzer Kirchturm einen Abstecher wert. Es war die Kirche von Clesles. Als wir davor standen überraschte uns der eigentliche Turm. Man nennt ihn wegen seiner Form „Käseturm“ und ist das Überbleibsel der davor vorhandenen „primitiven“ Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Das Wort primitiv stammt aus der Beschreibung der Kirche, die sich da selbst befindet.

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