Die Île-de-Ré war ja ganz nett, aber besser gefiel uns mal wieder die Île-de-Noirmoutier. So fiel uns der Abschied nicht schwer und zügig verlief unsere Fahrt von der Insel herunter und dann hatten wir ja schon unseren nächsten Campingplatz erreicht. Nachdem eingecheckt hatten fuhren wir ins nahe gelegene Einkaufzentrum und füllten unsere Vorräte auf.

Neben günstigem Tanken (Diesel unter 1,50 €) kann man dort auch meist ganz gut Essen gehen. Neben einander gab es Hot Dogs, ein Thailänder, Sushi und ein Italiener. Neben der großen Auswahl muss ich doch gestehen, dass alles mehr oder weniger Fastfood war. Der „Italiener“ empfahl sich mit dem Slogan, dass garantiert alles aus Italien sei. Softdrinks aus Sizilien war mal etwas ganz anderes und einen Versuch wert.

Dann belegten wir unseren Platz. Mit dem ACSI-Ausweis bekommt man einen recht günstigen Preis, aber die Plätze sind nicht vorgesehen, dass man dort länger bleibt. Was soll´s, die Fahrräder raus und auf die Sättel. In La Rochelle gibt es ein weites Fahrradnetz, nur mit der Ausschilderung hapert es an einigen Stellen, so dass wir nicht auf dem direkten Weg die Innenstadt erreichten.


An der Porte Royal betraten wir die Altstadt. Es gibt immer noch einige der alten Tore, die zeigen, dass die Stadt mal schwer befestigt war. Die Straßen in der Altstadt markieren noch deutlich den Verlauf der Mauer. Die Fußgängerzone erstreckt sich über mehrere Straßen und war sehr belebt. Als Werbegag begann man den rosa Oktober, wie wir an den Schirmen am Markt und einigen anderen Plätzen feststellten.

Das hat die Atmosphäre sehr aufgelockert. Ein Stück weiter kamen wir zum Rathaus, das eine freundliche Sonne als Sonnenuhr aufweist. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg bis zum großen Uhrturm am Hafen. Hier waren die Stühle in der Sonne alle besetzt, Musik lieferten 2 Rentner mit französischen Klassiker.


Hinter dem Hafen fanden wir Lagerhallen mit interessanten Graffitis / Fresken und vor ihnen spielte man Boule, wo wir kurz zuschauten. Für den ersten Eindruck war das genug und wir folgten den Fahrradschildern zurück zum Campingplatz, was mit Hilfe eines Stadtplans ganz gut gelang.