Île de Noirmoutier

Zu eurer Orientierung, wir befinden uns südlich der Bretagne, denn der Wetterbericht hat uns nahe gelegt nach Süden hin den kalten und nassen Winden auszuweichen. Während der Fahrt hier her hat es am Stück geregnet, gegen Abend hat es aufgehört und heute haben wir mit einer kurzen Tour begonnen die Insel für uns zu erschließen.

Hier dominiert der Tourismus noch nicht das Bild des Ortes, die Läden sind auf die Bewohner eingestellt und die Lokale gemütlich und preiswert. In der Bretagne konnten wir kaum Wellen beobachten, das ist hier ganz anders. Hier 2 Bilder die ich nach einander vom selben Fleck aufgenommen habe.

Eigentlich wollte ich den Beitrag: „Wo die Erdbeeren auf den Bäumen wachsen“ nennen. Der Erdbeerbaum (Arbutus) ist ein Erika oder Heidekrautgewächs. Im Moment sind die süß-sauren Früchte reif, während am selben Baum auch Blüten zu finden sind. Hier werden sie wegen der Optik in den Gärten kultiviert, da sie ganzjährig glänzend grüne Blätter tragen.

Hier sind überall Fahrradwege ausgezeichnet, in den Orten gilt durchgängig 30 km/h, was bei der Straßenbreite auch angemessen ist. Die Insel ist sehr flach und zwischen den Orten befindet sich eine Teichlandschaft, wo Fleur de Sel (Salzblüten, die sich Kristallisation auf dem Salzwasser bilden und per Hand abgeschöpft werden) produziert wird, das man mit verschiedenen Kräutermischungen angeboten bekommt.

Die Häuser sind ganz anders wie in der Bretagne, sie wirken viel feiner, irgend wie zerbrechlicher mit ihren roten Ziegeldächern. – Einen großen Kontrast dazu bilden die immer noch anzutreffenden Bunker von Hitlers Westwall. Dieses Mahnmal für Größenwahn bleibt wohl noch einige Generationen erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar