Sur la piste Roger Lapébie

Vorne weg ist anzumerken, dass wir gestern Nachmittag den Ort Créon erreichten. Grund für unsere Wahl war, dass wir von hier aus über einen Fahrradweg Bordeaux erreichen konnten und wenn wir Lust dazu haben, den Fahrradweg noch mal um gut 20 km in die andere Richtung fortsetzen können.

Die Gegend hier nennt man „Entre deux Mers“, zwischen 2 Meeren, damit sind die Gironde und Garonne gemeint und bezeichnet außerdem ein eigenes Weinanbaugebiet. Diesen Landstreifen erschloss einst eine Eisenbahnlinie und es ist Roger Lapédie zu verdanken, dass die Strecke erhalten blieb und in eine Voie Verte umgewandelt wurde.

Licnan

Voie Verte nennt man in Frankreich Fahrradwege, die auf einer eigenen Trasse verlaufen, meistens sind es still gelegte Eisenbahnlinien. Vom Campingplatz war es nicht weit, um zu einem ehemaligen Bahnübergang zu gelangen. Hier begann unsere eigentliche Tour stetig sanft fallend nach Bordeaux hinein.

Oft bildeten die Bäume über uns ein grünes Tunnelgewölbe, immer wieder unterbrochen von duftenden Akazien. Mehrere Bahnhöfe sind erhalten und in drei beherbergen nun Gastronomie-Betriebe. Nach etwa 15 km mussten wir an einem Kreisel eine größere Zufahrtstraße überqueren, aber das ging gut, da jedes Mal Autofahrer anhielten.

Das letzte Stück ging am Ufer der Garonne entlang problemlos bis wir an einem größeren Platz ankamen. Dort fanden wir für eine Pause eine nette Pizzeria, ich bestellte mir eine mit Hühnchen-Fleisch, Ananas und Curry. War das gut!

Dass es immer mal wieder leicht tröpfelte machte uns nichts aus, denn kurz darauf schien die Sonne wieder. Auf dem Rückweg konnten wir eine Nutriafamilie in einem Teich beobachten. Sie schienen nicht ängstlich. Mit ihnen lebten Stockenten und andere Schwimmvögel zwischen Schwertlilien und Totholz.

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