Heute Morgen, nach dem wir bald wach waren, nachdem während der Nacht in einer Parallelstraße die oberste Straßendecke abgefräst wurde und der Tag mit Möven- und Taubengeschrei begann, inklusive Flugbetrieb, machten wir uns auf unsere Fahrräder und parallel der Küste in Richtung Canne – Nizza.

Deutlich bemerkbar machte sich der Verkehr, bei dem sich die Autofahrer auf einigen Kilometern die enge Spur mit den Fahrradfahrern teilen mussten. Die Franzosen warteten dabei meist geduldig ab, bis der Gegenverkehr eine Lücke bot. Die einzige gefährliche Situation verursachte ein stahlblauer BMW-SUV mit Münchner Kennzeichen.


Auf der Rückfahrt betrat dann noch eine Frau vor Gudrun die Fahrbahn und ein Autofahrer öffnete ohne zurück zu schauen die Tür. Also, der ganz normale Wahnsinn, nur Spaß sieht anders aus. Den hätte man vielleicht haben können, denn das Casino war umfangreich gesperrt und von Polizei und Security gesichert und auch vor einigen Hotels tummelten sich aufgemotzte Mädchen, Fotoreporter, also mehr der Paparazzi-Typ. Ja, das haben wir im Großen und Ganzen verpasst.
Den Trubel flohen wir zügig und fuhren die Küste weiter bis Juan-les-Pins (einige Kilometer vor Nizza). Hier gab es auch ein Stück lobenswerten Fahrradweges. (s. o.) Ich muss zugeben, dass ich den Ort wie auch den vom Campinglatz (Mandelieu-Napoule) nie zuvor gehört hatte. In ersterem mussten wir noch im Park auf die Mittagszeit warten und bekamen dort Besuch von einem Eichhörnchen. Auf der Rückfahrt entdeckten wir noch eine Möve mit 2 Jungen auf einem nahen Felsen. Das waren dann auch die schöneren Erinnerungen.


Natürlich gibt es hier mondäne Hotels, riesige Yachten, die draußen liegen und von einem Wassertaxi bedient werden, viel nackte Haut, meist käsig weiß, am Strand und teure Lokale, die damit preisen, dass man beim dinieren die Füße im Sand hat, aber das kann ich doch in Crailsheim auch haben.

