von Tropea über die Berge

Regenwetter hat sich angekündigt und eine Kirmes wird vor dem Campingplatz aufgebaut. Auf unserem Plan stehen die Mosaiken von Monasterace, also, warum nicht zusammen packen und weiter fahren.

Das Navi hat uns eine Verbindung ziemlich genau in östliche Richtung vorgeschlagen, aber erst mal vom Strand hinauf in den Ort. Auf dem Asphalt hörte ich so ein komisches Klacken. Nach dem Anhalten fand ich eine Schraube, die schon ziemlich weit im Reifen steckte. Also möglichst schnell eine Werkstätte suchen. Beim Eurospin konnten wir noch das Wichtigste einkaufen und da ich fast genau vor der Polizeistation geparkt hatte, war Hilfe nicht weit.

Die riefen eine Werkstätte an und ein Mechaniker bat uns ihm zu folgen, da noch genügend Luft im Reifen war, das sich schnell änderte nachdem er die Schraube heraus gedreht hatte. Er bohrte das Loch etwas weiter auf und schob einen klebrigen Kunststoff fast vollständig in das Loch hinein und füllte den Reifen sofort wieder auf Normaldruck auf. Ob das hält?, und wie das hält. Ich habe den Reifen kurz danach auf einer 25%-igen Steigung in Serpentinen getestet.

Der Warnhinweis stand an der Stelle an der die größte Steigung schon vorüber war und an wenden war nicht zu denken. „Das Navi denkt und der Fahrer lenkt“, erwies sich an dem Tag als wenig hilfreich. Nach der ersten Steigung verlief der Weg dann gut befahrbar, aber irgend wann sollten wir mal wieder nach Osten abbiegen. Eine wunderschöne Gegend, und dann sahen wir auf der anderen Talseite eine Ortschaft, wie ein Schwalbennest am Hang kleben und ich meinte, jetzt müssen wir bloß noch da rauf. Der Scherz ging nach hinten los. Wir sind da rauf und mitten im Ort war wegen Bauarbeiten eine Umleitung. Auf die Bilder müsst ihr leider verzichten, denn da hatte niemand von uns den Nerv Bilder zu machen.

Oben kamen wir in einen Frühlingswald, 1100 Höhenmeter stand am Wegrand und kurz darauf 20 km/h, die ich dann nur stellenweise zwischen den Straßenlöchern erreichte. In Lichtungen sahen wir dafür herrliche Veilchen, duftend und mit gut 20 cm langen Stielen, dort wo mehr Sonne hin kam auch Orchideen. Den Blick aufs Meer und die Abfahrt hat Gudrun jetzt gefilmt.

Ach ja, wegen der Mosaike waren wir hier, die waren gut weg geschlossen wegen Renovierungsarbeiten. Ein Stück weiter fanden wir einen kleinen Campingplatz auf dem wir den einbrechenden Regen erwarteten. Heute Morgen ging es gleich weiter und kaum waren wir auf der Straße, lies der Regen nach. Jetzt sind wir wieder in Cirò und ruhen uns ein paar Tage aus.

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