Cirò

Der Hauptort liegt auf 351 m Höhe und hat 2600 Einwohner, viel weniger wie Cirò Marina. 1950 waren es noch über 5000. Ein aussterbender Ort, vielleicht? Wir fuhren mit den Fahrrädern in ein Tal südlich der Stadt. Kaum hatten wir die SS 106 passiert waren wir fast allein auf der Straße. In einem großen Olivenhain graste eine Pferdeherde.

Weiter hinten begannen die Weinberge. Die Weine um Cirò haben einen guten Ruf. Auffallend waren die großen Hänge mit rot blühendem Klee :Kronen-Süßklee (Hedysarum coronarium), er wird als Futterpflanze, Bienenweide und zum Befestigen der Humusschicht angebaut.

Nach einigen Kilometern war die Straße zwar noch nach Cirò ausgeschildert, für den Verkehr aber gesperrt. Vor uns lag der Ort auf der Höhe und so fuhren wir, bis es nicht mehr ging. Die Strße waren durch heftigem Regen teilweise abgerutscht. Einzelne Autos kamen uns langsam entgegen und so fuhren wir weiter bis wir plötzlich das Ortsschild passiert hatten.

Der Ort liegt in mehreren Etagen auf einem Felssporn, oft ist die Straße nur einspurig, und dann muss man schon mal warten, bis es weiter geht. Zum Einen ist der Blick auf die Küste und das Meer wunderschön. Es gibt kaum mehr Geschäfte, so sieht man viele Automaten. Einige Bars vor denen sich vor allem ältere Männer treffen , die oft gut deutsch sprechen. Es gibt einige hübsche Grafittis, sonst hat sich aber an dem mittelalterlichen Aussehen nichts verändert.

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