Lido di Policoro – Erster Eindruck

Nun sind wir im Villagio di Pollicoro gelandet, an der Westseite des Ionischen Meeres. Hier sollte es wärmer sein und schon gestern hatten wir mehr als 20°C. Heute haben wir zum ersten Mal Sandalen und T-Shirt an, das Sonnenrollo ist ausgefahren und wir fühlen uns pudelwohl.

Das Villagio ist eine Ferienhaussiedlung an dessen äußeren Eck ein paar Plätze für Wohnmobile übrig waren. Jetzt am Wochenende ist etwas von Urlaubstrubel zu spüren, aber es ist noch zum Aushalten.

Ein langer Sandstrand liegt vor dem Kiefernwald, begrenzt durch eine Promenade mit den ersten geöffneten Geschäften. Durch den heftigen Wind der letzten Tage branden hohe Wellen an den Strand. Ein Spektakel zum Anschauen, baden will hier eh noch niemand. Die Italiener überlegen gerade, ob sie auf die schwarzen Steppjacken schon verzichten können.

Im Westen sehen wir die schneebedeckten Spitzen des Mt. Caldarosa (1491 m ü. NN), hier blühen die Mimosen und Orangen. Vor allem der Orangenduft ist traumhaft, wenn man mit den Fahrrädern an den Plantagen vorbei fährt. Die Mandeln hängen schon an den Bäumen und die Erdbeeren färben sich rot in den Foliengewächshäusern. Eine Quelle die Produkte hier vor Ort einzukaufen, wollen wir morgen suchen.

Wir wurden eingeladen uns eine Feriensiedlung an zu schauen, so was wie La Grande Motte in Frankreich, eine künstliche Seenlandschaft mit Yachthafen mit Nobelappartements, Boutiquen und was man so braucht. Eintritt nur durch eine Schranke und dann ist man in einer anderen Welt. Mit dem nötigen Kleingeld kann man hier die Unannehmlichkeiten des Alltags vergessen.

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