Nach einem Regentag mit Wäsche waschen und faulenzen fuhren wir die letzten Kilometer raus aus den Bergen an die Küste. Plötzlich sahen wir häufig Maronenbäume, dann kamen Pfirsische und Wein und noch näher der Küste Olivenbäume. Frontignan-s-P selber war nicht einfach zu erreichen, denn es liegt südlich der Autobahn, der Eisenbahnlinie, einem Kanal und einer Süßwasserlagune.

Spontan entschieden wir uns für einen der beiden im Ortszentrum gelegenen Campingplätze. Mit 2 Sternen reizt er nicht ganz unsere finanziellen Möglichkeiten aus, aber er ist einfach, die Duschen funktionieren und es wird täglich Boule gespielt.

Neben dem Platz befinden sich 2 Restaurants, ein größerer Supermarkt mit angeschlossenem Bäcker. Bis zum Strand sind es nur 50m, der sich bei unserer Ankunft als sehr turbulent erwies, eine Schlechtwetterfront brauste aus Süden gegen den Strand, geregnet hatte es vorerst nur im Hinterland.

Am nächsten Morgen nieselte es leicht vor sich hin. So gingen wir mittags zum Nachbarn und aßen mit Hackfleisch gefüllte Tintenfische in Tomatensoße. Soll eine regionale Spezialität sein. Auf jeden Fall waren die Tintenfischbäuche super zart und alles gut gewürzt.
Danach kam die Sonne heraus und mit den Rädern suchten wir einen Weg über all die Hindernisse zurück, um nördlich davon das nahe Sète zu erreichen. Die vielen Kanäle brachten Sète den Beinamen: Venedig Frankreichs ein. Hier scheint jeder Hausbesitzer auch ein Boot zu besitzen. In der Innenstadt befinden sich mehrere Hafenbecken. Hier kann man teure Jachten bewundern und etwas weiter draußen lagen breite Fährschiffe.

Sète 
kurz vor Frontignan
In der Altstadt fanden wir auch etliche Wandmalereien. Hier ging es steil den Berg hinauf und schmal waren die Gassen zudem, so dass wir bald zufrieden mit unserer Ausbeute den Heimweg antraten. Während wir noch im Sonnenschein fuhren, hörten wir deutlich, dass ein Gewitter aufzog, das uns erst erreichte, als wir im Wohnmobil saßen.



