Holz gehört auf die Bahn

Holz wird in Europa wie auch in den USA oft über größere Entfernungen transportiert, zu dem sind die Lasten schwer und die Transportzeit spielt keine so große Rolle. – Auf der Modelleisenbahn spielen andere Dinge eine Rolle: Kann ich den Holztransport gut nachbauen, gibt es entsprechende Bausätze und Güterwagen, wie gut lässt sich die Ladung nachbilden und bieten sich Halbfertig- und Fertigprodukte zum Weitertransport an? Das will ich in meinem Beitrag erörtern.

Eine primäre Transportkette besteht zwischen dem Ladegleis nahe des Waldes und einem Sägewerk. Je nach Anlagenschwerpunkt sollten 2 bis 6 Wagen be- bzw. entladen werden können. Da die Wagen per Hand beladen werden, sollten die Gleise gut zugänglich sein, was bei mir gerade so möglich ist. Oft wird Stammholz in Ganzzügen transportiert, dann muss ich die 3 beladenen Wagen im Bahnhof abstellen, weitere Wagen zum Beladen rangieren und später zusammen fügen, damit eine Streckenlok die Fuhre übernehmen kann. In meinem kurzen Film: https://www.youtube.com/watch?v=ORER82v3joA kann man sich das ansehen.

Halt, wir haben ja noch gar nicht über das Wagenmaterial geredet! Die Bahn oder Privatfirmen haben für den Transport verschiedene Wagen angeschafft. Meist sind es Rungenwagen für die langen Stämme, oft sieht man auch offene Güterwagen, vor allem wenn die Stämme bereits auf ein kürzeres Maß gesägt wurden, wie man es bei der Hackschnitzelherstellung verwendet. In den USA verwendet man zu dem noch Wagen wie die Centerbeam- und Bulkhead Flatcars.

Je nach Produkt können die Produkte, die das Sägewerk verlassen in offenen oder geschlossenen Wagons abtransportiert werden.

Erwähnen möchte ich noch, dass die Produktkette nicht wie es in der oberen Grafik aussieht hier aufhört. Die Kisten gehen zur Brauerei, die Möbel werden zu diversen Ladestraßen gebracht, wo sie in LKW´s verladen werden und das Papier wird vor allem über das Übergabegleis in alle Welt verfrachtet.

Meine Stammholzverladung kommt mit einem bereit stehenden Laster und einem Pferdefuhrwerk als Deko aus. Das Sägewerk habe ich mit einem kleinen Bausatz in den man hinein schauen kann, angedeutet. Der größte Teil befindet sich gedanklich außerhalb der Anlage. Eine Schmalspurbahn deutet an, dass das Werk viel größer, wie zu sehen, ist. 5 Ladestellen sind knapp ausreichend für den zu erwartenden Verkehr.

Als Ladung habe ich mir gerade Äste zugeschnitten, die aber beim Trocknungsprozess schrumpfen, die Kuststoffstämme sind verhältnismäßig schwer und bleiben ohne Befestigung auf den Wagen liegen. Für Balken und Bretter verwende ich gerne Balsaholz, für Holzmasten müssen Schaschlikstäbchen her halten. Ein Blick auf Güterwagen im Bahnhof, falls noch vorhanden, oder die Suche im Internet ergibt noch viele Ideen für weitere Ladungen, die auf einen „künstlichen Boden“ geklebt werden, mit dem sie einfach gewechselt werden können.

Der oben erwähnte Film hat noch einen Nachfolger zum Thema und der Transport von Hackschnitzel ist gerade in Arbeit. Am besten meinen Kanal abonnieren, falls er Sie interessiert.

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