Pookeepsie: Walk over the Hudson

Vom Campingplatz waren es nur 12 Meilen bis zu einer sehenswerten Eisenbahnbrücke. Auf der Fahrt kamen wir an einem großen Lotusblumen-Teich vorbei. Neben dem asiatischen Lotus gibt es auch einen amerikanischen, der schon von den „Indianern“ kultiviert worden ist und von dem es Vorkommen in Connecticat gibt.

Unser Navi führte uns zu einem Parkplatz am westlichen Brückenkopf einer ehemaligen Eisenbahnlinie. Die Brücke führt hoch über den Hudson River. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf den Fluss, die beiden Bahnlinien und natürlich Pookeepsie. Für den Ortsnamen habe ich folgende Beschreibung gefunden: Ein Wort, das verwendet wird, um den vorsätzlichen Akt der Selbstverstopfung zu beschreiben, normalerweise aufgrund von Zeitbeschränkungen oder unhygienischen Umgebungen ( https://www.urbandictionary.com ).

Pookeepsie Walk over the Hudson

Dazu kann ich nur erwähnen, dass sich am westlichen Brückenkopf eine Statepark Rangerstation befindet mit ordentlichen sanitären Einrichtungen. Am Pfeiler, der am Ufer von Pookeepsie steht, hat man einen Aufzug angebracht, der einen schnell rauf oder runter bringt. Der war leider wegen Wartungsarbeiten gesperrt, so liefen wir wieder zurück zum Auto und lauerten noch Zügen auf, deren Bilder bald auf Youtube zu sehen sein werden.

Die Brücke wurde am 1. Januar 1889 von der Penn Central Eisenbahngesellschaft in Betrieb genommen und blieb bis 1974 in Betrieb. Die Auslegerbrücke ist insgesamt 2082 m lang und überspannt mit 6 Hauptbögen à 160 m Länge den Fluss in 65 m Höhe.

1998 kaufte eine gemeinnützige Organisation die Brücke und nahm sie 2008 als Fußgängerbrücke wieder in Betrieb. Jetzt nutzen sie auch viele Fahrradfahrer, die in der Verlängerung auf dem Hudson Trail weiter fahren. Ein Rundwanderweg führt über die südliche Autobrücke zurück zum Ausgangspunkt.

Bevor es endgültig ans Koffer packen ging, suchten wir noch eine Pizzeria mit richtigen Italienern auf. Da wich dann alle Traurigkeit, dass der Urlaub nun zu Ende geht. USA ade, Kalabrien wir kommen. Während ich das schreibe, sitze ich im T-shirt vor dem Wohnmobil und werde andauernd von Besuchern abgehalten, die 3 m von meinem Tisch weg vorbei spazieren.

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