Manche Kakteen vermehren sich durch Ableger. Dadurch können große Gruppen entstehen, die zur Blütezeit eine große Anzahl von Blüten hervorbringen. Schnell wird aber der Topf zu groß und dann steht man vor dem Problem: Größeren Topf oder Schale oder einige Kindl abnehmen und sie frisch bewurzeln, denn nicht immer haben die Ableger schon Wurzeln.


Hier habe ich 2 Beispiele heraus gesucht. Notocactus alacriportanus und Notocactus scopa var. marchesii. Den marchesii (rechts) werde ich als Gruppe weiter kultivieren, während ich die Kindel von alalcriportanus abnehmen werde.
Zum Einen sieht die Pflanze nicht so toll aus und zum Anderen sind die Kindel schon mit eigenen Wurzeln versehen, die ein Weiterwachsen auf eigenen Wurzeln problemlos erscheinen lässt.

Mit einem Namensschild versehen, können sie als Nachwuchs für die eigene Sammlung zur Verfügung stehen, aber auch als Geschenk für Kakteenfreunde/Innen kommen sie gut an.

Schwieriger wird es, wenn die Kindel fest am Körper der Mutterpflanze sitzen. Das findet man häufig bei Sulcorebutien. Da hilft manchmal nur ein beherzter Schnitt mit einem sauberen, besser desinfizierten Messer. Die Wunde sollte man einige Tage abtrocknen lassen, früher nahm man gerne Kohlenstaub zum desinfizieren der Wunde oder man verwendet Bewurzelungshormone, die einige Kakteenhändler im Angebot haben. Ich schwöre auf Bims, zuerst die Töpfe von unten, später von oben gegossen bilden sich bei warmen sonnigen Wetter bald Wurzeln.

