Um eins gleich klar zustellen: Wir sind immer noch in Ponte Messa. Es gefällt uns so gut hier, dass wir bis zum letzt möglichen Augenblick hier bleiben. Die Rückfahrroute steht und morgen früh geht es dann endgültig nach Norden.

Wir sind mit den Fahrrädern dem Flusslauf gefolgt, dem Torrente Senatello. So wie es klingt, scheint sich das Flüsschen im Frühling durch das Tal aus zu toben. Jetzt ist es eher friedlicher Natur.
Mit leichter Steigung folgten wir ihm in die Berge hinein. Brücken sind die besonderen Haltepunkte im Tal, von den Höhen blicken immer wieder mittelalterliche Orte auf uns herab wie Rocca Pratiffi oder Petrella Guidi.
Wenn man nach einer kurzen Steigung die Abzweigung nach Casteldelci nimmt, sieht man gleich die alte Brücke über das Flüsschen. An der Brücke steht eine Tafel mit mehreren abgebildeten Wanderwegen. Nach ein paar Aufnahmen fuhren wir zur Abzweigung zurück. Hier befindet sich das Lokal: La Giardiniera.
Als die Bedienung merkte, dass wir Deutsche sind, rief sie ihre Mutter. Eine gebürtige Dänin war hier vor 50 Jahren hängen geblieben und kocht wunderbare italienische Gerichte. Selbst gemachte Nudeln. Als sie merkte, dass wir uns nicht einigen konnten, bot sie uns an 3 kleine unterschiedliche Nudelgerichte zubringen: Tagliatelle mit frischen Sommerpilzen, Mezzeluni mit weißer Trüffelsoße und Spinatravioli mit Tomaten-Ragou-Soße. Die Vorspeise war ein komplettes Menue für uns.
Ja, dann kam die Fahrrad-kür, mit zwischen 27 – 35 km/h ging es ohne zu treten die 10 km zurück. Jetzt noch ein paar Stunden faulenzen und dann heißt es chiao Italia.







