Mit dem Vélorail auf schöner Tour.

Velorails de France

Vélorail bezeichnen eine Draisine, aber die neuere Form. Man hebelt nicht rauf und runter sondern sitzt bequem auf einem Fahrradsattel, also Vélo. Und mit Rail werden die Schienen bezeichnet, damit fahren diese Gefährten auf aufgelassenen Eisenbahnstrecken abseits der Straßen ohne große Höhenunterschiede.

Es gibt eine Organisation in Frankreich, die diese Anbieter von Draisinen-Exkursionen zusammenfasst. Auf der Homepage:
http://veloraildefrance.com/ findet man diese interaktive Grafik. Jeder helle Punkt auf der Karte beinhaltet so einen Anbieter einer Draisinenstrecke. Klicken Sie darauf und sie erhalten weitere Informationen. Dabei ist zu beachten, dass die Fahrten in der Regel mindestens am Vortag gebucht werden müssen. Während der französischen Sommerferien ist hier ziemlich was los. Es gibt Halbtagstouren, die meistens eine Hin- und Rückfahrt beinhalten. Uns ist aber auch schon passiert, dass wir auf Grund der Länge der Strecke mit dem Linienbus zurückfahren mussten. Aber auch das war gut geregelt.

Die Fahrzeuge sind recht leicht, und es gibt sie für 2-4 Personen. Dabei müssen immer zwei für den Antrieb sorgen. Die anderen Plätze sich für Passagiere, z. B. Kinder ausgelegt. Eine kleine Plattform zwischen den Plätzen macht das Umsteigen leicht und so ist auch Platz für einen Picknick-Korb vorhanden. Ich erwähnte oben das geringe Gewicht der Fahrzeuge, das bezieht sich zum Vergleich zu den echten Draisinen, die die Eisenbahngesellschaften benutzt hatten. Der Bremsweg eines Vélorail ist bedeutend länger wie bei einem normalen Fahrrad.

Personal vom Veranstalter dreht uns die Vélorails mit einer Drehscheibe um.

Es müssen manchmal Straßen überquert werden. Dabei hat der normale Autoverkehr generell Vorfahrt. Manchmal gibt es Schranken, die die Vélorail-Strecke sperren. Da muss man sicher davor zum Stand kommen. Einer muss absteigen und die Schranke öffnen, Das Vélorail bewegt sich langsam, da ohne Schwung, hinüber. Die hintere Schranke muss wieder geschlossen werden, die vordere geöffnet usw. Schlimm? Nein, das ist Abwechslung auf der Tour. Das Schönste sind die Überfahrten von Brücken, da man von hier einen tollen Blick hat. Da man in einem lockeren Konvoi fährt muss man hier besonders auf voraus Fahrende aufpassen, denn fotografieren kostet Zeit.

A-pro-pos Zeit. Ein Vélorail -Ausflug hat nicht mit einem Rennen oder Wettfahrt zu tun. Solche Personen lässt man am besten vorbei, wenn es möglich ist. Noch besser, man orientiert sich vor der Abfahrt, wo man am besten hin gehört. Wer viel Fahrtwind möchte geht nach vorne, wer es gemütlicher mag, geht ans Ende. Gefahren wird so im 200 m Abstand, was sich schnell dehnt. Jeder Strecke hat andere Voraussetzung, deswegen ist es notwendig sich genau vor der Buchung zu informieren. Und dann viel Spaß.

Skizze aus der ober erwähnten Internetseite.

Die Strecke von der die Bilder stammen, ist Vélorail du Périgord Vert, Gare de Labaurie. 24800 EYZERAC (Dordogne) Wer regelmäßig ganz normal Fahrrad fährt, kann die Tour problemlos und mit viel Vergnügen durchführen.

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