Kommen Sie mit auf einen Ausflug nach Brasilien. Ich kann Ihnen schöne Kakteen zeigen und Ihnen einen kleinen Einblick in die Landschaft der Pampa gewähren.
Der Staat Rio Grande do Sul ist der südlichste von Brasilien und grenzt an Uruguay und Argentinien. Eine der größeren Städte ist Pelotas. Von hier nehmen wir einen Mietwagen und verlassen den Ort auf der 293 in Richtung Pinheiro Machado. Wir fahren immer noch in nordöstlicher Richtung. Das Gebiete in dem es noch Wälder gibt hört auf, es wird trockener, Weiden bestimmen das Bild.
Etwa nach 50 km von Pinheiro Machado, der Hälfte der Strecke bis Bagé erreichen wir das Gebiet, dass nach einer Kohlenmine benannt ist: Mina Seival. Wir verlassen die asphaltierte Straße. Es wird nur noch extensive Landwirtschaft betrieben, die aber immer mehr von der Forstwirtschaft verdrängt wird, Eukalyptus ist das Zauberwort, dass Gewinne verspricht, von denen die Bevölkerung aber nicht satt wird.
Hier durchziehen einige Steinstufen die Landschaft und auf die haben wir es abgesehen. Die Steine strahlen die Wärme der Sonne ab und bieten Schutz vor den Hufen der Tiere. Der Regen wäscht zu dem einen Teil des Humus weg, so dass nur noch die bescheidenen Kakteen genügend Nährstoffe finden und nicht von anderen Pflanzen verdrängt werden.
Hier befinden sich Wigginsia erinacea und auch einige Notocactus mammulosus. Teilweise im Gras versteckt findet man Notocactus concinnus und Notocactus permutatus, die man erst mit Blühten sicher von einander unterscheiden kann.
Wenig auffallen die kleinen Pflanzenkörper von Notocactus campestrensis oder einer Frailea, deren Namen ich nicht kenne. Die Weiden sind meist eingezäunt und sind nicht einfach zu überwinden, es ist Privatgelände, und so manch ein Gaucho muss erst von den harmlosen Ansinnen eines Kakteenfreundes überzeugt werden. Für das Bildmaterial möchte ich mich bei Elisa Salengue bedanken.









