Oder anders ausgedrückt: Zeig mir deine Knospen und ich sage dir wer du bist. Gerade jetzt ist das Studium der Knospen ein lohnendes Unterfangen. Wir hoffen ja alle, dass sie erscheinen, als Vorboten der zukünftigen Blüten. Und mit den Bildern möchte ich zeigen, dass es sich durchaus lohnt mit dem Fotografieren anzufangen.
Hier die Knospen von einigen wenigen Arten, die bereits einige Unterschiede aufzeigen. Einige Knospen entspringen der Basis der Pflanze (Rebutia, Sulcorebutia) oder zu mindest aus älteren Areolen bzw. dazwischen aus den Axillen wie die Mammillarien. Häufig findet man sie aus den letztjährigen Areolen, manchmal aber aus dem Zentrum, dem Neuaustrieb dieses Jahres.
Viele Knospen sind nackt und mit Schuppen verhüllt aus denen sich nach und nach die Blütenblätter hinaus schälen. Bei den Thelokakteen sind sie recht breit und erscheinen im Scheitel, etwas spitzer sind die der Stenokakteen. Noch spitzer sind die Knospen der Mammillarien.
Eine feine Behaarung der Knospen weisen die der Lobivien auf. Meist findet man jetzt einen Stecknadelkopf großen Wollwuschel. Kräftige Filzpads dagegen findet man bei den Notokakteen, da das bei haselbergii nicht der Fall ist, gehört er für mich zur Gattung Acanthocephala (Backeberg). Kein neuer Name, aber in Vergessenheit geraten.
Was man in diesem Stadium noch nicht genau erkennen kann, ist, dass sich im unteren Bereich der Knospen manchmal Grannen oder spitze Dornen bilden können. Diese findet man bei der Gattung Echinocereus und auch bei den Opuntien. Nun sind die Knospen ein Merkmal mit dem wir unsere Pflanzen unterscheiden können, aber das reicht natürlich nicht aus. Aber fangen wir doch jetzt damit an, dieses Merkmal fest zu halten: Mit dem Foto oder auch mit dem Zeichenstift, eine uralte Kunst, die leider in Vergessenheit geraten ist.









