Von Villeneuve-lez-Avignon nach Aramon

Da unser Campingplatz auf einer Rhone-Insel liegt, müssen wir auch eine Brücke überqueren, um ans westliche Ufer zu gelangen. Dort hat man Villeneuve-lez-Avignon gegründet, weil es in Avignon selbst zu arg gestunken haben soll. Aber das war auch schon im Mittelalter.

Nach der Brücke kommt man als erstes am Turm Philippe-le-Bel vorbei. Von dort bis zum Fort-Saint-André (s. Titelbild) erstreckt sich der Ort. Er ist viel gemütlicher als Avignon selbst. Bekannt sind seine Arkaden, die Münzanstalt und das Kloster, das man besichtigen kann.

Die Via-Rhona, der Fahrradweg entlang der Rhone verläuft von der Brücke ab in südlicher Richtung auf Arles zu. Das erste Stück ist sehr abwechslungsreich und führt entlang eines Berghanges, Schwertlilien und Tulpen blühen in Gärten, an den naturbelassenen Hängen Ginster und Thymian.

Nach etwa 15 km erreichten wir Aramon. Es war kurz vor 12 und wir mussten uns beeilen, um auf dem Markt noch ein Brot zu bekommen. Bis auf eine Bar gab es keine Lokalitäten und so verabschiedeten wir uns ohne Belegfoto ziemlich schnell zu einem Restaurant an dem wir am Ortseingang vorbei gekommen waren. Dabei hatten wir Glück gehabt, denn wir konnten den letzten Tisch ergattern. Das Tagesessen war Kaninchen in Kartoffelbrei (letzte Portion) und ich nahm den kleinen Grillteller zu 16€ mit viererlei Fleisch, grünem Spargel und Pommes mit Schale. Zum Nachtisch teilten wir uns nach einen Café Gourmand.

Auf dem Rückweg, jetzt gegen den Wind entdeckte ich noch 2 Arten von Orchideen. Die große hielt ich zuerst für einen Schmarotzer, aber die Blätter weisen eindeutig auf eine Orchidee hin. Unter der TGV-Strecke hindurch kamen wir noch an einem hübschen Graffiti vorbei. Jetzt werden die Fahrräder wieder aufgeladen und wir werden uns zum Bouleplatz begeben, mal sehen, ob wir mitspielen können.