Weichenstellhebel

Um keine falschen Hoffnungen zu machen, hier handelt es sich nur um eine Attrappe. Die letzten Weichen, die ich eingebaut habe, haben Federn, die die Lage der Weichenzungen fixieren. Da habe ich auf jeglichen Antrieb verzichtet und stelle die Weiche mit einem Schaschlikspieß, den ich zum Kuppeln eh immer in der Hand habe.

Ein einem Videofilm sah ich solche Attrappen und wollte sie selber bauen. Dazu suchte ich mir Vorbilder im Internet.

Der Stellhebel besteht aus 3 Teilen. Einer etwa halben Schwelle, einem kleinen Zylinder aus Vollmaterial und dem Hebel.

Bei der Schwelle ist zu beachten, dass sie am Ende zweier Schwellen der Weiche zum Liegen kommt, das bestimmt deren Länge. Da wo einmal die Schiene lag, feilte ich eine Delle mit einer Rundfeile, um eine gute Auflage für den Zylinder zu haben.

Für den Zylinder verwende ich einen stärkeren Spritzling von 4 mm Durchmesser. Man braucht etwa 4 mm davon, aber zuerst kommt das Bohren. Für den Hebel verwende ich eine ummantelte Büroklammer, die gerade zur Hand war. Die bestimmt den Durchmesser der Bohrung, die möglichst als Sackloch ausgeführt werden sollte. Gebohrt wurde mit einem Handbohrer so ähnlich wie der von Revell (s. Foto).

Mit einer Feinsäge habe ich nun den Zylinder abgelängt und gefeilt. Dabei fiel mir eine Bemerkung von Gerrit Braun ein, dass man seinen Arbeitsplatz, den Boden sauber halten soll, man findet dann entsprungene Teile leichter. – Stimmt!

Den Handhebel geht beim Foto bis unter die Achsel, deswegen nehme ich einen Meter an. Genaueres konnte ich auf Herstellerseiten nicht in Erfahrung bringen. Den Handhebel biege ich mit Hilfe einer schmalen Feile und schneide sie dann in gewünschter Länge ab.

Im nächsten Schritt wird alles zusammen geleimt. Ich nahm UHU Alleskleber KRAFT.

Da der Hebel gelb leuchten soll, habe ich alles weiß mit der Spraydose grundiert, abschließend trug ich die Farbe mit dem Pinsel auf.

Da das Modell ja nicht beweglich ist, beschloss ich den Hebel in der Weichen-Normalposition darzustellen. Die Weiche steht auf GERADE und der Hebel weist von ihr weg.

Viel Spaß beim Nachbau und ich würde mich über Kommentare freuen. Man lernt ja bekanntlich nie aus.

Spätsommer im Nordosten der USA

Der Flug ist gebucht und bezahlt, ebenso das Wohnmobil von Apollo und die obligatorische Übernachtung nach dem Flug. Auf dem Weg nach Frankfurt wollen wir die DB benutzen, dafür müssen wir aber schon am Vortag abreisen, denn sonst sind wir nicht pünktlich am Check-In. Also bucht ich noch ein Hotelzimmer in Aschaffenburg. Wieso Aschaffenburg?, es liegt am Ende einer Regionalbahnstrecke von Crailsheim an den Main. Von dort sind es am nächsten Tag nur noch 50 Minuten bis zum Flughafen Frankfurt am Main.

Reisepässe und die Ausdrucke der ESTA-Formulare sind da, die Auslandskrankenversicherung ist überprüft, Medikamente werde noch ergänzt, vorsichtshalber wurde von uns ein neuer internationaler Führerschein beantragt. Reiseführer und Kartenmaterial ist da, so wie ein Pack mit Dollarnoten. Vor allem die kleinen sind wichtig für das Trinkgeld, das ist in den USA noch üblicher wie bei uns.

Filmkamera und Fotoapparat sind bestückt und aufgeladen. Das Smartphone ist vor allem als Navi gedacht, das Tablett fürs Internet und abendliche Spiele oder Lesephasen.

Nein, das ist noch nicht alles, aber so das Wichtigste, was man dabei haben sollte. Vieles bekommt man ja auch in den USA und sollte dort gekauft werden, damit man nicht über die 23 kg kommt, und bekanntlich ist der Koffer auf dem Rückflug schwerer wie hin.

Noch eins zum Flug: Für den Hinflug hat man uns gegen geringem Aufpreis Komfortplätze mit mehr Platz angeboten. Für den Rückflug waren die nicht automatisch dabei, wurden aber zu einem horrenden Preis zu haben, nein danke Lufthansa.

Für das Titelbild möchte ich mich bei Stephan Billinger bedanken, der es erst kürzlich geschossen hat.

Wer an unserer 5-wöchigen Reiseerzählungen Interesse hat, abonniert am Besten den Blog. Das nächste mal melde ich mich aus den USA, aus der Nähe von New York.

Dreirad-Varianten

Eine der nettesten Dreiräder hat wohl die Mangelwirtschaft in Cuba hervor gebracht. Es darf nicht viel kosten, alles muss möglichst im eigenen Land verfügbar sein und muss günstig im Unterhalt sein. So was bekommt dann den cubanischen TÜV-Stempel und bewährt sich täglich im Straßengetümmel von Havanna. Im Reiseführer steht, dass man auf das Gefährt aus Sicherheitsbedenken nicht benutzen soll. Das mag seine Berechtigung haben, aber wer in einer Seifenkiste den Buckel runter fährt, frägt auch nicht nach dem Airback. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht. Das zweite Bild hat man mir geschickt. Das flotte Mietfahrzeug für die kurzen Strecken ist der Schlager in Uruguay.

Polizei L-A

Nicht weit davon entfernt, im Bruderstaat USA fanden wir dann dieses Gefährt. Das fällt dann wohl unter Trumps Grenz-Sicherheits-Ausrüstung. Nein, ich will nicht über die Polizei spotten, mit denen bin ich in den USA immer gut ausgekommen, und das Gefährt ist wendig und bewährt sich in seinem Einsatzbereich ausgezeichnet.

Bleiben wir noch einen Moment in den USA. Autoliebhaber ist die Route 66 ja ein muss. Wer ausgefallene Fahrzeuge und noch ausgefallenere Personen finden will, der muss die Old Route 66 abfahren. Da stand vor einem Bikerladen dieses Gefährt, man muss einfach mit der Zeit gehen. Als Einsitzer, vermutlich mit E-Antrieb wird er wohl im Einsatz zwischen Starbuck und McDonald sein. Eigentlich gehört hier ja noch ein auf Hochglanz getiltes Trike hin, aber für die habe ich ein eigenes Post im Hinterkopf.

IGA Berlin 2017

Machen wir einen Sprung auf die IGA in Berlin. Ein wenig schimmert noch die APE durch, sonst ist das ein Zwitter zwischen Dragster und Funcar. Eher erwartet man so ein Gefährt an der Cote d´Azur oder in Indonesien, aber die Zeiten ändern sich in Berlin, Berlin ist eine Welthauptstadt und zeigt es auch.

T-Rex

Den Höhepunkt fand ich, Sie werden es kaum glauben, in Hannover. Hier hat man einen schon ausgestorbenen Dionosaurier zum Leben erweckt. Ein absoluter Hingucker, vor allem wenn der Besitzer mit dem Lenkrad unter dem Arm in sein Vehikel krabbelt, sein Lenkrad einsetzt und mit deutlich mehr Akustik als nötig sich in den Verkehr einreiht. Da soll noch mal jemand sagen: Ein Dreirad ist nicht IN.