Das Gleisbett stellt die Drainage und das Lager für die Schwellen dar. Auf die Schwellen werden die Gleise mittels Schrauben, Klammern oder Nägel montiert.

Modelleisenbahner, die sich für ein Bettungsgleis entschieden haben, haben mit dem folgenden kein Problem. Ob man es natürlicher gestalten kann, damit habe ich keine Erfahrung. Ich verwende so weit es geht HO-Flexgleise, meistens mit Holzschwellen, in neueren Industrieanlagen auch mal Betonschwellen.

Um das Gleisbett nach zu bilden verwende ich 3 mm starke Korkstreifen, die ich mir aus einer Platte vom Baumarkt ausschneide. Mit einer 45°-Böschung versehen bilden sie die Grundlage für den später aufgebrachten Schotter. Die Korkstreifen übermale ich mit dunkelbrauner Dispersionsfarbe. Darauf lege ich die Schwellenbänder, die ich mit Weißleim aufklebe. Ein einfaches Lösen der Schwellen ist damit nicht möglich. Bis zum Abbinden des Leims fixiere ich die Schwellenbänder mit Gleisnägeln.
Falls ich die Schienen kürzen muss, nehme ich einen scharfen Cutter und feile die Enden zu, so dass die Verbinder gut passen. Die Schwellen besitzen einen unschönen Plastikglanz und die Schienen glänzen metallisch, das behabe ich in dem ich das Schwellenband mit der Airbrushpistole in einem Rostton lackiere. Damit besitzen Schwelle und Schiene den selben Farbton, schöner ist es natürlich jetzt die Schwellen fast schwarz an zu malen.

Nach dem die Schienenverbinder verlötet worden sind und die Stromzufuhr angebracht wird noch die Farbe von der Lauffläche der Gleise mit einem Lappen oder Schleifklotz entfernt. Die Gleisnägel können nun wieder gezogen werden.

Als Schotter verwende ich den bei mir vorkommenden Muschelkalk aus einem Steinbruch. Unterhalb eines Förderbandes rieseln kleine Steine zu Boden, die ich mir um sonst holen darf. Die siebe ich mit einem Küchensieb aus und wasche den Staub weg. Nach dem Trocknen kann ich meinen Schotter mit einer Bärenmarke-Flasche verteilen. Die Fläche oberhalb der Schwellen und zwischen den Schienen muss peinlich genau mit einem Pinsel von Schotter gereinigt werden. Danach wird das Schotterbett mit einem Spülmittel-Wasser-Gemisch besprüht und mit aufgetröpfeltem Weißleim-Wasser-Gemisch fixieren.

Nach dem Trocknen bringe ich noch mit Hilfe von Farbpigmenten Rostspuren auf dem Schotterbett an und die Lauffläche der Schienen muss noch einmal gründlich gereinigt werden. Das ist das Einzige, was nun glänzen darf und soll. Beim Einschottern und lackieren der Weichen ist noch mehr Vorsicht geboten. Dazu gibt es ein hervorragendes Video bei https://mrv.trains.com/, das leider nicht frei verfügbar ist.
