Roscoff

Wir sind am Meer. Es war zwar nicht weit bis hier her, aber hier hören wir das Rauschen des Meeres. Wir stehen an der letzten Düne und es sind nur ein paar Schritte und man steht im weißen Sand.

Da es kein offizieller Badestrand ist, liegen auch überall Algen herum, also ganz natürlich. Es ist aber auch kein Müll zu sehen. Der Strand läuft flach ins Meer hinein, immer wieder strecken sich Halbinseln ins Meer oder liegen schafe Felseninseln in der Gegend, besser im Wasser, herum.

Bis Roscoff müssen wir nur eine Bucht entlang fahren. Heute trieb uns der Wind heftig vor sich her.

Im Ort ist es windmäßig geschützter, ruhiger, dafür hielten sich viele Touristen auf der Einkaufsstraße auf, vor allem Franzosen. Immer mal wieder leerte sich die Straße schlagartig, wenn ein erneuter Regenschauer den Sonnenschein vertreibt. Man könnte meinen, die wären von den Geschäftsleuten bestellt. Ohne Regenkleidung geht hier gar nichts, dennoch sucht man kurz Schutz und in ein paar Minuten scheint die Sonne wieder. Einen so schnellen und häufigen Wechsel haben wir noch nie erlebt.

Roscoff erscheint bretonisch Grau, manchmal sind Fensterläden Weiß oder Dunkelblau angestrichen. Immer mal wieder finden sich mittelalterliche Figuren an den Häusern. Ein paar Blumen leuchten als Farbtupfer und in den Gärten sind häufig Palmen, Bananen und Yuccas zu sehen. Ein Zeichen, dass die Winter nie richtig kalt sind.