Pennabilli

Der Ort zwischen 2 Felsen (Penna und Billi) liegt auf 629 m Höhe und besitzt fast 3000 Einwohner. Der Campingplatz unten im Tal auf 350 m, da zwischen liegt eine 4 km lange kurvenreiche Straße, die uns bei fast 30° einiges abverlangt hat.

1572 wurde Pennabilli Bischofssitz des Bistums San Marino-Montefeltro und Stadt. Das Gebäude des Bischoffsitzes, der Vescovado, befindet sich im Ort neben einer großen Bibliothek. Die Kathedrale von Pennabilli ist auch als Kathedrale von San Leone bekannt. Die Kathedrale wurde (1566–1601) erbaut.

Durchschreitet man die Gassen hinaufauf den Felsen erreicht man die tibetanische Gedenkstätte.Seit dem 18. Jahrhundert, als Orazio Olivieri eine Missionsstation in Lhasa und die erste Druckerei mit beweglichen Lettern in Tibet gründete sowie das erste italienisch-tibetanische Wörterbuch schrieb, bestehen gute Beziehungen zwischen Pennabilli und Tibet, die 1994 im Besuch des Dalai Lama gipfelten.

Wenn nicht gerade zum Kunst- und Kulturfestival eingeladen wird, ist es hier ober recht gemütlich. In den Lökalen befindet man sich unter den Einheimischen, die sich auch mal lebhaft unterhalten können.

Und am Straßenrand in den oberen Serpentinen findet sich mach interessante Blümchen.

Dreiräder in Pennabilli

Was, Sie kennen diesen Ort nicht?, immer hin war der Dalai Lama schon hier gewesen. Dieser kleine Ort auf einem Hügel in der Emilia Romana südöstlich von Bologna oder westlich von Rimini hat einfach etwas besonderes.

Auf den ersten Blick geht es steil hinauf und die Straßen sind eng, wie bei vielen italienischen Dörfern. Also geeignet für die Ape und Kollegen. Die Straßen sind sehr gepflegt und die meisten Häuser befinden sich in einem guten Zustand. Hier scheint die Landflucht kein Problem zu sein.

Die Marcelleria (Metzgerei) am Hauptplatz hat eine Terrasse vor den Laden angelegt und serviert schmackhaftes Essen. Über den Platz braust eine Ape mit 2 Personen auf der Ladefläche. So kann Personenbeförderung auch aussehen. Später sehe ich, dass zu den 2 Schalensitze auch noch Sicherheitsgurte vorhanden sind.

Zwei junge Frauen düsten mit ihrer Festival-Ape über den Platz. Wofür die Fässer gut sein sollen konnte ich nicht heraus bekommen, aber auf dem Festival waren wir vor Jahren schon einmal. Dann kommen Straßenkünstler von weit her und spielen auf den Straßen des Ortes an verschiedenen Plätzen ein ganzes Wochenende lang. Beachtet die unterschiedlichen Türen der Ape!

Unterhalb des Dorfes liegt Ponte Messa. Hier vor dem Supermercado stand diese Ape. Und der sehr gepflegte Campingplatz am Ortsrand besitzt natürlich auch seine eigene Ape.

Rückfahrt: 1. Pennabilli

Camping Elena südlich von Igoumenza war ja unser letzter Halt in Griechenland. So gut er uns in Erinnerung war, war es nicht mehr. Der Chef lief während des Frühstücks mit dem Laubbläser durch die Gegend, die Duschen waren nicht mehr so sauber wie auch das Meerwasser und für die verlängerte Abfahrtsfrist vor dem Fährtermin verlangte er nun kräftig Geld. Das war´s dann wohl! In Igoumenizareichte es noch zu einem Bummel und als Abschiedsbild musste der Hund her halten. Viele lungern hier herum und leben vom Abfall und Almosen, sind aber nie aufdringlich. Ärgerliche Kläffer begegneten uns zum Glück nur eingesperrt hinter Zäunen.

Das Verladen auf die Fähre verlief zügig. Mir mussten auf die Rampe im Schiff, die mit uns angehoben wurde, so dass wir ein Stock höher rückwärts an unseren Platz gelangten. Es war dieses Mal nicht zu warm, bald gewöhnten wir uns an die Bewegungen des Schiffes und die Geräusche. Am nächsten Morgen und bis zur Ankunft in Ancona bummelten wir über das Schiff, lasen, tranken Kaffee. Es gab bis kurz vor der Ankunft nichts zu sehen, so dass es ziemlich langweilig war.

Durch unseren Spezialparkplatz waren wir einer der Letzten, die das Schiff verlassen konnten. Das setzte sich auf dem Autobahnzubringer gleich durch einen Stau fort. Über San Marino fuhren wir zu dem uns bekannten Campingplatz in Ponte Messa. Klein und sehr fein, was sich aber auch im Preis ausdrückt.

Heute Mittag sind wir mit den Rädern ins nahe Pennabilli gefahren. Am Marktplatz haben wir gut und preiswert gegessen. Danach spazierten wir durch den Ort, der sehr sauber ist und mit vielen künstlerischen Artefakten zu punkten weiß. Viele Keramiken befinden sich an den Häusern, es befinden sich etlich Sonnenuhren an den Hauswänden, von den Besuchen des Dahlai Lama fanden wir eine kleine Pagode und Gebetstrommeln, die neben einer christlichen Glocke angebracht sind. Weiter oben gibt es Gebetsfahnen und Windharfen.

Auf der Rückfahrt waren wir noch einkaufen und mussten feststellen, dass von den uns nun gewohnten Produkten vieles nicht mehr gibt.