Die gestern noch klar im Norden zu sehenden Pyreneen versteckten sich heute Morgen im Dunst. Nach etwa 40 km erreichten wir die Berge, die ziemlich steil aus der Ebene heraus ragen. So war es kein Wunder, dass wir gleich einen steilen Anstieg in ein Hochtal zu meistern hatten. Dank Autobahn war er zwar anstrengend für den Motor, sonst aber einfach zu fahren.

Da es über den Bergen klarer wurde beschlossen wir einen Übergang mit Passhöhe zu nehmen. Die nächsten Kilometer ging es am Gallego entlang, der mehrmals in Staustufen gebremst wird. Die Ortschaften sind total auf den Wintertourismus ausgerichtet. Im Moment sind es die Motorradfahrer und Byker die auffallen. Einige wenige Wohnmobile haben sich hier hinauf getraut.

Kurz vor der Passhöhe begegneten uns eine größere Menge von Läufer/innen, die scheinbar den Pass hinauf gelaufen sind und dann umdrehten, um im Laufschritt wieder hinab zu sprinten. Vielleicht war der Grund der, dass es langsam anfing zu regnen. Da ich auf der Hang neben der Straße etliche Blüten erkennen konnte, suchte ich eine Parkmöglichkeit und stieg mit der Kamera den Hang hinauf.


Orchideen in Weiß und Rot-violett, Enziane und etliche andere Pflänzchen standen hier beieinander. Ein Stück weiter standen auf den Wiesen Osterglocken und Schlüsselblumen, einfach traumhaft. Die Abfahrt auf der französischen Seite war sehr eng, so dass ich froh war, als wir die eigentliche Talsohle erreicht hatten und die Straße auf den letzten Kilometern bis Oloron deutlich breiter wurde.

