Nyons

Es ist zwar nur gut 1 km bis zum Zentrum, aber wer weiß, was wir alles mitbringen, so haben wir die Fahrräder genommen und sie an einem Geländer der romanischen Brücke aus dem Jahre 1409 angekettet. Die Brücke ist das Wahrzeichen des Ortes. Sie ist eine ein bogige Brücke mit 43 m Spannweite und 18 m Höhe.

Die sehenswerte Altstadt stammt aus dem 13.-14. Jahrhundert und war heute gedrängt voll von Marktständen und natürlich Besuchern. Eine Besonderheit der Gegend sind die schwarzen Oliven. Die gibt es eingelegt oder als sehr geschätztes Olivenöl. Natürlich wurden Seifen, Kräuter und Nougat angeboten.

Im Altstadtbereich liegt die Kirche St. Vincent mit ihrem Glockenkäfig. Oberhalb bewacht ein ehemaliger Wachturm den Ort. Im 19. Jahrhundert wurde er in eine Kapelle umgewandelt und erhielt einen pyramidenförmigen Aufsatz mit einer 3,5 m hohen Marienstatue.

Trödelmarkt und Weiterreise

Nach dem wir unser Wohnmobil zur Weiterfahrt fertig gemacht hatten, liefen wir noch über den Trödelmarkt, der sich vor dem Eingang des Campingplatzes ausgebreitet hatte. Der Platz unter den Plantagen und vor unserem Lieblingsrestaurant war gut belegt mit allem was die Franzosen unter Brocante verstehen, Flohmarktartikel vom edlen Porzellan, Bilder, Kleinmöbel, Geschirr, Spielzeug, Waffen etc.

Da genügend Platz vorhanden war, herrschte kein Gedrängel. Auch an Publikum war alles erdenkliche vertreten und so manches Mal hatte ich Lust die Kamera zu bemühen, ich hielt mich dann doch an die Sachgegenstände. Gekauft wurde nur das, was wir benötigen, also nichts.

Eng ging es dann her, als wir uns mit dem Wohnmobil durch die parkenden Autos aus dem Ort schlängeln mussten, da waren es oft nur wenige Zentimeter Platz. Aber dann ging es zügig über Nîmes, Avignon und Carpentras in die nördliche Provence.

Hier in Nyons an der Eygues (gesprochen: Äge) befinden wir uns nördlich des Mt. Ventou am Rande der Seealpen. Der Campingplatz ist gut besucht und bietet originelle Hütten/Zelte für Personen, die kein Bett mitbringen, an.