Die heutige Tour war nicht weit und wir genossen sie indem wir durch die Alleen fuhren. Am späten Vormittag kamen wir an, nachdem wir vergeblich den Stellplatz in Eberswalde gesucht haben. Das Städtchen wäre wohl eines Besuches wert gewesen, aber es sollte nicht sein. Der Campingplatz in Niederfinow war längerfristig ausgebucht, so stellten wir das Wohnmobil auf den offiziellen Parkplatz direkt am alten Schiffshebewerk ab.

Mit 15€ pro Tag ist er ziemlich teuer, denn er bietet außer einem Parklatz nichts und selbst die Toilettenbenutzung kostet extra und die sind über Nacht geschlossen. – Nach dem Mittagessen schauten wir uns die mächtige Stahlkonstruktion genauer an. Sahen, wie Schiffe in die Kammer hineinfuhren.

im Trog 
Blick von oben
Über einen serpentinenartigen Weg stiegen wir hinauf auf die Höhe des oben weiterführenden Kanals und konnten verfolgen, wie die Schiffe den Trog verließen. Hier konnte man an drei Seiten des Gebäudes herumlaufen und hatte einen schönen Ausblick.

1934 wurde das Schiffshebewerk erbaut. Es ist 52m hoch und 94m lang. Schiffe mit bis zu 1000t Tragfähigkeit könne das Hebewerk benutzen, dabei wiegt der Trog 4300t, die mit 4 55kW-Motoren bewegt werden. Die sind ausschließlich dazu da, die Reibung zu überwinden, da der Trog und die Gegengewichte sich im Gleichgewicht befinden.

Für den Nachmittag hatten wir eine Bootsfahrt gebucht. Während einer Stunde fuhren wir ein Stück auf dem Kanal, um dann in den Trog einzufahren und nach oben gehoben zu werden. Dort verließen wir den Trog und fuhren zu einer nahen Wendestelle von der aus das Boot wieder in den Trog hinein fuhr. In nur 5 Minuten erreichten wir das untere Niveau und bald darauf die Schiffsanlegestelle.

