Selten hat sich die Wetterprognose zu flexibel den wahren Verhältnissen angepasst. Planen konnte man heute eigentlich überhaupt nicht. Gegen Mittag wurde der Regen so wenig, dass wir uns in die Stadt zum Galette-Essen fahren trauten. Was das ist, darüber werde ich berichten, wenn wir in der Bretagne angekommen sind, denn dort stammt diese Speise her.

Danach schien das Wetter immer besser zu werden und wir wagten uns hinaus auf den Loir-Radweg. Nach nur wenigen Kilometern erreichten wir Meslay und sein Schloss. Besucherparkplätze waren vorhanden, das Tor aber so was von zu. Später auf dem Rückweg erspähten wir Personen in Sonntagskleidung, da war wohl etwas besonderes los. In Vendôme fuhren wir einem einem Sportwagen mit Braut vorbei, ob die dazu gehörte?

In Lisle begrüßte uns ein Haus von und für Leseratten, wenn man den Fresken an der Hauswand glauben kann. Von dort erreichten wir bald Fréteval, der Karte nach sollte er einiges bieten. Am Ende waren es ein paar trockene Kekse aus dem Tante-Emma-Laden und ein Kaffee im Pappbecher vom Zeitungs-und Lottokiosk.

Auf dem Rückweg sahen wir noch das Wasserrad am Loir. Die ehemalige Mühle beherbergt jetzt das Tourist-Office. Hier sieht man gut, was man für die Gegend als typisch bezeichnen kann, das sind die Tür und Fenstereinfassungen aus Ziegelsteinen. Bei „besseren“ Häusern sieht man dann auch noch die verzierten Hausecken oder einen Anbau aus Ziegelsteinen.


Noch älter ist die Kirche in Saint-Firmin-des-Prés. So wie sie heute da steht, stammt sie aus dem 11. Jahrhundert. Das Dach entspricht einem auf dem Kopf stehendem Schiffsrumpf, was man nur noch selten findet. Einige Fenster sind wohl neuerem Datums. Das Titelbild oben zeigt auch diese Kirche. – Auf dem Campingplatz hatten wir Besuch von einem Nutria.

