Kakteen auf Cuba

Lassen Sie sich entführen in die Karibik. Wir sind in Havanna und haben etwas Zeit für uns und so stöbern wir durch das nahe Viertel. Keine Sorge, man wird nicht schief angesehen wie in den USA, hier wird man lächelnd begrüßt. Am Gartenzaun fanden wir eine schöne Euphorbie, wohl schon ein paar Jahre alt und ein Stück weiter eine mir bis dato unbekannte Opuntia (auberi).

Opuntia auberi

Auf unserer Rundreise ging es zu erst ins Vignales Tal, wo wir am Eingang der Cueva del Indio die Bäume voll mit Tillandsien fanden.

Weiter ging es . Von Havanna aus besuchen wir einen privaten Orchideengarten. Ein Gärtner, der recht gut Deutsch spricht, leitet unsere Gruppe und erklärt uns die Pflanzen und die Geschichte des Gartens. Das ist so ein Vorteil einer geführten Reise. Der Nachteil ist, dass, wenn es nicht gerade eine Kakteenreise an-sich ist, die meisten Teilnehmer nicht wirklich an Kakteen oder anderen Sukkulenten interessiert sind und man muss sich, wann immer möglich, von der Gruppe davon schleichen.

Epiphyllum

Hier im Orchideengarten war das nicht nötig, denn wir liefen an unserem ersten Kaktus auf Cuba direkt dran vorbei. Eine riesige Pflanze schlängelte sich über uns im Baum bzw. am Wegrand entlang. Da ich kein Kenner dieser Epikakten oder Hylokaktus bin, muss ich das Benamen anderen überlassen.

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Das nächste botanische Highlight fanden wir in Santa Clara und ausgerechnet um das Mausoleum von Che Guevara. Was Schlimmeres konnte wir gar nicht tun, als da draußen zu bleiben und aus in Ruhe die Tillandsien anzusehen. Die sind wirklich nicht an die Bäume angebunden oder geklebt.

Kurz vor Santiago de Cuba machten wir noch einen Stop bei der Virgen do Cobre, wo ich im Schatten einen Leptocereus gefunden habe, der schon ziemlich gefährlich aussah und sich wie Unkraut, wie sagte doch jemand vor kurzem: Begleitgrün, ausbreitete.

Der nächste botanische Höhepunkt war die Fahrt auf den Gran Pietra. Dafür mussten wir in geländegängige Fahrzeuge umsteigen, die uns bis an den Fuß eines großen Felsens brachten, wo wir neben der schönen Aussicht neben Orchideen auch Kakteen, ein Selenicereus? im Baum und auf den Felsen eine Rhipsalis fanden.

Unsere Rundfahrt führte uns um Guantanamo herum, wo wir einen viel trockneren Landstrich kennen lernten. An den Wegrändern wuchsen die Säulenkakteen als Zaun. Als wir uns der Küste näherten sah ich auf den kargen Kalkfelsen Melokakteen. Da hat es mir etwas Mühe gekostet den Busfahrer dazu zu bringen, anzuhalten. Hier hatte er noch nie einen Stop gemacht und es gäbe hier auch überhaupt nichts Besonderes zu sehen, aber sehen Sie selbst. Im Südosten der Insel soll es noch einige andere Standorte geben, aber zu denen führte uns unser Reiseleiter leider nicht, dafür sind wir gut über den Freiheitskampf der Kubaner informiert. Was in dem kurzen Bericht leider fehlt, ist die Freundlichkeit der Menschen, die tollen Strände, die vielen Musikbands die über all für uns spielten und das gute Obst, das es über all gab.