Der Löwe in Neufchâteau

Neufchâteau ist die Hauptstadt der West-Vogesen und liegt am Zusammenfluss von Maas und Mouzon. Der Ort war ursprünglich ein Markt an der Römerstraße vom Lyon nach Trier. Der Herzog von Lothringen ließ hier im 11. Jahrhundert eine Burg erbauen. Als sehenswert gelten 2 Kirchen aus dem 13. Jahrhundert und das Rathaus.

Bei unserem Bummel durch die Altstadt hatten wir den Eindruck, dass man in letzter Zeit viel Geld in die Verschönerung des Stadtbildes investiert hat. Die Straßen besitzen neue Beläge, alles macht einen freundlichen und aufgeräumten Eindruck. Der Verkehr funktioniert wegen der engen Straßen nur im Einbahnstraßen-Modus. Da ist man als Fremder eindeutig schneller zu Fuß unterwegs.

Wir steuerten zuerst das Office-de-Tourisme an, um nach Informationen zu fragen. Davor auf dem Platz thront Jenne Darc auf einer Säule. Sie ist bestimmt das berühmteste Kind der Stadt. Das hätte alles einen beeindruckenden Eindruck hinterlassen, wenn nicht etliche Hinterlassenschaften von Hunden sich besonders vom hellen Steinboden abgehoben hätten.

In keine der Kirchen konnte man ohne weiteres hinein, so dass uns nur der Anblick von außen blieb. Am Rande der Altstadt fiel uns dann noch ein bunter Elefant auf, der aus der Patenstadt Hameln stammte – ein Elefant zur Deutsch-Französischen Verständigung, warum nicht? Auch eine gute Partnerschaft brauch manchmal ein etwas dickes Fell.

Monthermé an der Maas

07.08.

Die folgenden Einträge sind nach der Reise zu Hause entstanden, da kein Internet vorhanden. Ich habe sie zurück datiert, um den Originalablauf der Reise darzustellen.

Semoy

Monthermé, nördlich von Charleville-Méziers in den Ardennen, sollte der Ausgangspunkt für die folgenden Tage zusammen mit einem befreundeten Ehepaar sein. Aber es sollte nicht sein. Zum ersten Mal wurden wir von einem Campingplatz wegen Überfüllung abgewiesen. Die Nähe zu Belgien (20 km) und das kommende Wochenende waren die Ursache. Wir hatten die Telefonnummer aufgeschrieben, hatten aber nicht damit gerechnet einen vollen Campingplatz vor zu finden. Der Campingplatzbesitzer schickte uns ins nahe Haumé am Bach Semoy. Hier gab es einen großen Platz, wo wir gut unterkamen.

Nach dem wir uns von der Fahrt und der drückenden Hitze etwas ausgeruht hatten, schnappten wir unsere Räder und erkundeten den Fahrradweg auf ehemaliger Eisenbahntrasse hinunter nach Monthermé. Am Ortseingang befindet sich ein netter Park und auf der anderen Seite des Baches L’Abbaye de Laval Dieu. 1128 wurde mit dem Bau der Abtei begonnen und 1771 wurden die letzten Bauarbeiten beendet. Heute wird sie für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Wir sahen uns das Städtchen an der Maas an und kehrten auf ein Bier in eine Bar ein. Übrigens gehören hier aromatisierte Biere auf jede Getränke -Karte und sie schmecken etwa wie eine Berliner Weiße. Noch bei Helligkeit fuhren wir locker die etwa 4 km bis zum Campingplatz zurück.