Vélocéan

Heute sind wir ein gutes Stück auf dem Vélocéan gefahren, einem Fahrradweg, der sich zwischen der Mündung der Vilaine und der Loire auf etwa 130 km entlang der Atlantikküste erstreckt. Wir fuhren heute Morgen zuerst nach Guérande, denn dort war Markt. Ich war überrascht wie freundlich alles aussieht, wenn die Sonne scheint.

Die voll bepackten Körbe und Taschen brachte ich zurück zum Wohnmobil bevor wir unseren Ausflug fortgesetzt haben. Im Ort fanden wir die Auszeichnung des Weges gut. Den größten Teil des Weges ans Meer und nach La-Baule ging es leicht bergab. Im Ort geht der Hauptweg weiter nach St. Nazaire.

Wir wollten uns den Ort ansehen und hielten auf das Meer zu. Etliche nette ältere Häuser, zum Teil aus der Epoche des Beau-Art (Jugendstil) sahen wir. Um so näher man zum Strand kommt nehmen die Höhe der Häuser zu und es waren meist Ferienappartements und einige Hotels.

Ein imponierender Sandstrand zieht sich über Kilometer hin, einige wenige Personen befanden sich am Strand, während auf der Promenade viel los war. Unser Eindruck von La-Baule ist zwiespältig, es gibt sehr schöne Bereiche, aber andere lassen erahnen, dass hier in der Hochsaison viel los ist.

Am Ende der Bucht liegt der Hafen von Le Pouligen, einem Ausfluss des Marais, einem Sumpfgebiet mit Salzseen. Hier hat es uns gut gefallen und wir haben Miesmuscheln bzw. Galettes gegessen. Am Straßenrand stand schon wieder ein Citroen Dyane „Méhari“, der ab 1968 gebaut wurde und mit seinen 28 PS aus o,6l Hubraum auf stolze 100 Stundenkilometern beschleunigen konnte. Damals gab es aber weder Dach noch Türen und nur 2 Sitze vorn, der Rest war Ladefläche. Immerhin sieht man nach vorne in der Mitte die Öffnung in die man die Kurbel zum Anlassen des Motors steckte.

Hier befindet man sich auf einer Halbinsel. Wir fuhren noch bis Batz-sur-Mer und kamen an die Côte sauvage, die wilde Küste, mit ihren Felsen, Muscheln und Schnecken, wie wir uns die bretonische Küste vorgestellt haben.

Da wir im Plan noch eine Windmühle eingezeichnet fanden, fuhren wir sie noch an. Hier lässt sich das hölzerne Dach in den Wind drehen. Die Mühle ist wie viele der älteren Häuser und Kirchen aus dem grau-braunem Stein gebaut, den wir an der Côte sauvage fanden.