Das Wetter treibt uns vor sich her. Auf den Inseln ist es vor allem nachts noch wärmer wie auf dem Festland und auch hier ist die Insel durch ein dichtes Netz von Fahrradwegen erschlossen und wir sitzen hier im äußersten Norden der Insel, notgedrungen, da die anderen Campingplätze schon geschlossen haben.

Von La Rochelle aus gelangt man über eine mautpflichtige Brücke auf die Insel. Der Hauptort ist St. Marie-de-Ré. Die Insel ist 24,6 km lang und maximal 5 km breit. Ein großes Gebiet nehmen die Salzwiesen ein, die ein willkommenes Rastgebiet für viele Vögel darstellt. Außerdem gibt es hier viele Fasane, die sogar hier auf dem Campingplatz herum laufen.


Gestern hatten wir einen wettermäßig schönen Tag, Grund für eine Fahrradtour. Über verschiedene Fahrradwege samt Abstecher zu den Stränden fuhren wir den Phare de Baleine an. Seinen Namen erhielt er, da man damals von ihm häufig Wale beobachten konnte. Sein Vorgänger steht daneben und wurde von Vauban 1654 in Auftrag gegeben. Der neue aus dem Jahre 1854 ist noch in Betrieb und ist 54 m hoch.

Da es vor dem Leuchtturm stark nach Touri-Abzocke aussah, fuhren wir über den Damm bis zum nächsten Ort. Da fanden wir wenigstens eine gute Bäckerei. Auf dem Rückweg traute ich einer Karte und wir folgten einem nicht ausgeschilderten Weg, der durch die Salzwiesen führte, aber irgendwie in Nichts endete, also zurück.

Brav sind wir auf dem Fahrradweg geblieben und in Les Portes, unserem Ort hörte er mitten in einem Wohngebiet auf. Wir fuhren nach Gefühl, fanden einen weiteren Fahrradweg, der uns am Campingplatz vorbei führte. Also wieder mal zurück, nur die passende Straße war für Fahrradfahrer gesperrt. Mit dem Handy fanden wir schließlich zurück. Aber was soll schon passieren, wir sind ja auf einer Insel.
