Newburgh am Hudson River

Zu Beginn noch ein Wort zum letzten so herrlich billigen Campingplatz: Neben dran befindet sich eine Fabrik, ich nehme an, eine Müllverbrennungsanlage. Man riecht zwar nichts, aber Brausen geht von ihr aus, dass man am Tag nicht so bemerkt, da es so viele andere Geräusche gibt, aber nachts nervt das schon gewaltig. Dann ist wenig bezahlt dennoch zu viel.

Also, heute fuhren wir in Richtung Westen an den Hudson. Denn von hier wollen wir New York umfahren, um am Mittwoch das Wohnmobil abzugeben. Der Weg hier her war die reinste Berg- und Talfahrt. Eine Ausfahrt führte in ein Skigebiet, aber dann ging es wieder kräftig bergab.

Newburgh hat eine nette Waterfront mit Marina, Fährboot und etlichen Lokalen. So breit der Hudson auch ist, auf dem Rhein bei Karlsruhe ist mehr los. Da war ich dann froh, dass auf der linken Seite in kurzen Anständen die Amtrak Personenzüge fuhren und bei uns im Blockabstand Güterzüge der Eisenbahngesellschaft CSX nach Süden New York zu fuhren.

Noch mal haben wir Krebs Cake, bzw. Lobster-Shrimps-Rolls gegessen und das drum herum genossen. Dazu zählt natürlich auch das nette Treffen mit diesem Nager bei dessen Bestimmung vielleicht ein Leser behilflich sein kann? Ein Spaziergang in die Altstadt haben wir bald abgebrochen, denn viele Häuser waren in schrecklichem Zustand und wir wollten keine Ziegel auf den Kopf bekommen.

Jetzt stehen wir auf dem Newburgh KOA Campingplatz in Plattekill (was man sich unter dem Namen wohl vorstellen soll?) und fangen langsam an das Wohnmobil auf zu räumen.

Tag der Wasserfälle

Nach dem wir gestern in Amsterdam waren, fuhren wir heute durch Dresden. Das stimmt wenigstens der Himmelsrichtung nach, immer nach Osten. Aber heute kamen wir durch Berlin, das passte irgend wie nicht für unsere Route. Hier gibt es jede Stadt Europas gleich mehrmals, deswegen steht immer da hinter der Staat, also Amsterdam NY und Dresden VT (Vermont) und Berlin in NH=New Hampshire.

Nach dem wir den Hudson River hinter uns gelassen haben, wurde es hügelig bis bergig. Morgens streicht der Nebel über das Wasser. Es wird nicht mehr vor Kutschen gewarnt sondern jetzt vor Mooses, den Elchen, aber bis jetzt Fehlanzeige. Bei einem kleinen Ort sahen wir unseren ersten Wasserfall, der zum Teil durch eine Turbine läuft. Die Eisenbahn verfolgte uns eine ganze Weile in die Berge hinein.

Hinter Rutland erreichten wir die Scenic-Route 100, die über viele Meilen von Süd nach Nord verläuft. Hier gibt es kaum noch Dörfer, manchmal sieht man einzelne Bauernhöfe. Wenn es dann mal einen Laden gibt, dann hat er gleich mehreres wie ein Café mit Buchladen zum Kaufen oder Ausleihen. Dort gab es Internet, selbst gebackene Bagels, die hier wirklich gut schmecken und natürlich Kaffee.

Etwas weiter kamen wir noch an 2 Wasserfällen vorbei, die durch einen kurzen Spaziergang erreichbar waren. Hier gibt es viel Tourismus. Im Moment ist Übergangszeit bis die Wintersaison mit Skifahren und was es da sonst noch gibt, anfängt. Im Sommer ist Wandern und Mountenbiking angesagt. Übrigens hat man auf viele Landstraßen rechts und links Fahrradwege abgeteilt. Noch werden sie wenig genutzt, aufpassen muss man trotzdem.