Über den Gargano

Um von Vieste nach Süden zu gelangen, haben wir bisher immer die Küstenstraße genommen. Heute wollte ich mal über die Berge fahren, und das lies sich zu Beginn auch sehr gut an. Auf der Straße gab es nur wenig Verkehr und Kurve für Kurve ging es den Berg hinauf. Bals erreichten wir die Orchideen, die ich auf der Hinfahrt an anderer Stelle gesehen hatte, aber nicht anhalten konnte.

Wir waren erstaunt wie weit die Olivenbäume uns begleiteten bis wir in einen immergrünen Wald fuhren, der nach einigen Kilometern in einen Kiefernwald überging, der dann zum Buchenwald wurde. Die Bäche führten alle kein Wasser und oft war es sehr dunkel.

Mit der Höhe änderte sich alles krass, plötzlich gab es steinige Weiden entlang der Straße und es blüht üppig. Das Internet ist mal wieder dürftig und so kann ich im Moment die fotografierten Pflanzen nicht bestimmen.

Als es dann langsam bergab ging, war die Hauptstraße gesperrt und wir wurden auf ein Nebensträßchen geleitet, das nur an vereinzelten Stellen zweispurig war. Die Personen vom Gegenverkehr wunderten sich nicht schlecht, was ihnen da entgegen kam. Außerdem wurde es sehr steil, was den Vorteil hatte, dass wir schnell die Küstenstraße erreichten.

Fahrt nach Manfredonia

Den letzten Nachmittag in Vieste habe ich noch mal zu einer längeren Wanderung ausgenutzt, um Orchideen zu suchen. Dazu musste ich nicht weit laufen. Sie stehen in niedrigem Gras, wo es aber nicht zu trocken ist. Mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür.

Mehrmals habe ich dabei eine Schlange aufgescheucht, die die letzten Sonnenstrahlen ausnützten. Die schwarzen sollen ungefährlich sein, aber es gibt auch grüne, vor denen man sich in Acht nehmen soll, vor allem feste Schuhe anziehen.

Heute Morgen ging es dann weiter. Beim Tanken waren wir mit 1,69€ für den Liter Diesel auch zufrieden. Die Küstenstraße zieht sich in einer schier endlosen Aufeinanderfolge von Kurven, mal rauf, mal runter dahin. Es gab fantastische Ausblicke, aber leider nur wenige Parkbuchten.

In Manfredonia haben wir, wie das letzte Mal, zu Mittag gegessen. Insgesamt waren wir aber enttäuscht, eine wenig attraktive Industriestadt. Unser Campingplatz, „Salpi“, liegt einige Kilometer südlich am Meer mit einem langen Sandstrand. Die Sanitäranlagen sind sehr ordentlich und Shop, so wie Restaurant haben bereits geöffnet.