Entrevaux im Tal des Var

Von Italien kommend war uns der Trubel zwischen Monte Carlo und Nizza einfach zu viel. Die erste Möglichkeit dem zu entfliehen, war, kurz hinter Nizza ins Tal des Var ab zu biegen. Schnell hat man die Küste vergessen, wenn man auf der M 6202, später D 6202 dem immer tiefer eingeschnittenem Tal folgt.

Dabei fährt parallel zur Straße eine Schmalspurlinie, der Train des Pigne ( der Pinienzapfenzug). Eine Regionalbahn, die von Nizza über 151 km und einen Pass nach Digne-les-Bains führt. Ob die Bürger von Nizza mit ihm in den Anfangstagen Pinienzapfen zum Hausbrand gesammelt haben, oder ob die ersten Dampfloks mit denen geheizt wurden, ist nicht sicher bewiesen. Neben Einheimischen fahren oft Wanderer mit dem Zug, um zu ihren Ausgangspunkt zu kommen oder wie wir, die den Zug zu einem stressfreien Besuch von Nizza genommen haben.

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Im Oberlauf des Var kommt man nach Entrevaux, einem mittelalterlichem Ort. Da er auf der anderen Fluss-Seite liegt und nur über eine schmale Brücke erreicht werden kann, konnte er sein mittelalterliches Flair erhalten. Die großen Parkplätze zeigen einem, dass hier etwas Besonderes geboten wird.

Entrevaux (= zwischen den Flusstälern von Var und Coulombe) besaß im Mittelalter strategische Bedeutung und so ließ der berühmte französische Architekt Vaubon hier 1690 eine Festung erbauen, von der man heute einen schönen Blick über den Ort und die Täler hat. Auch sollte man die Kathedrale besuchen und durch die Gassen schlendern, um die Atmosphäre zu genießen, einen Kaffee zu trinken und einheimische Produkte genießen.