Dreirad-Varianten

Eine der nettesten Dreiräder hat wohl die Mangelwirtschaft in Cuba hervor gebracht. Es darf nicht viel kosten, alles muss möglichst im eigenen Land verfügbar sein und muss günstig im Unterhalt sein. So was bekommt dann den cubanischen TÜV-Stempel und bewährt sich täglich im Straßengetümmel von Havanna. Im Reiseführer steht, dass man auf das Gefährt aus Sicherheitsbedenken nicht benutzen soll. Das mag seine Berechtigung haben, aber wer in einer Seifenkiste den Buckel runter fährt, frägt auch nicht nach dem Airback. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht. Das zweite Bild hat man mir geschickt. Das flotte Mietfahrzeug für die kurzen Strecken ist der Schlager in Uruguay.

Polizei L-A

Nicht weit davon entfernt, im Bruderstaat USA fanden wir dann dieses Gefährt. Das fällt dann wohl unter Trumps Grenz-Sicherheits-Ausrüstung. Nein, ich will nicht über die Polizei spotten, mit denen bin ich in den USA immer gut ausgekommen, und das Gefährt ist wendig und bewährt sich in seinem Einsatzbereich ausgezeichnet.

Bleiben wir noch einen Moment in den USA. Autoliebhaber ist die Route 66 ja ein muss. Wer ausgefallene Fahrzeuge und noch ausgefallenere Personen finden will, der muss die Old Route 66 abfahren. Da stand vor einem Bikerladen dieses Gefährt, man muss einfach mit der Zeit gehen. Als Einsitzer, vermutlich mit E-Antrieb wird er wohl im Einsatz zwischen Starbuck und McDonald sein. Eigentlich gehört hier ja noch ein auf Hochglanz getiltes Trike hin, aber für die habe ich ein eigenes Post im Hinterkopf.

IGA Berlin 2017

Machen wir einen Sprung auf die IGA in Berlin. Ein wenig schimmert noch die APE durch, sonst ist das ein Zwitter zwischen Dragster und Funcar. Eher erwartet man so ein Gefährt an der Cote d´Azur oder in Indonesien, aber die Zeiten ändern sich in Berlin, Berlin ist eine Welthauptstadt und zeigt es auch.

T-Rex

Den Höhepunkt fand ich, Sie werden es kaum glauben, in Hannover. Hier hat man einen schon ausgestorbenen Dionosaurier zum Leben erweckt. Ein absoluter Hingucker, vor allem wenn der Besitzer mit dem Lenkrad unter dem Arm in sein Vehikel krabbelt, sein Lenkrad einsetzt und mit deutlich mehr Akustik als nötig sich in den Verkehr einreiht. Da soll noch mal jemand sagen: Ein Dreirad ist nicht IN.

Kakteen auf Cuba

Lassen Sie sich entführen in die Karibik. Wir sind in Havanna und haben etwas Zeit für uns und so stöbern wir durch das nahe Viertel. Keine Sorge, man wird nicht schief angesehen wie in den USA, hier wird man lächelnd begrüßt. Am Gartenzaun fanden wir eine schöne Euphorbie, wohl schon ein paar Jahre alt und ein Stück weiter eine mir bis dato unbekannte Opuntia (auberi).

Opuntia auberi

Auf unserer Rundreise ging es zu erst ins Vignales Tal, wo wir am Eingang der Cueva del Indio die Bäume voll mit Tillandsien fanden.

Weiter ging es . Von Havanna aus besuchen wir einen privaten Orchideengarten. Ein Gärtner, der recht gut Deutsch spricht, leitet unsere Gruppe und erklärt uns die Pflanzen und die Geschichte des Gartens. Das ist so ein Vorteil einer geführten Reise. Der Nachteil ist, dass, wenn es nicht gerade eine Kakteenreise an-sich ist, die meisten Teilnehmer nicht wirklich an Kakteen oder anderen Sukkulenten interessiert sind und man muss sich, wann immer möglich, von der Gruppe davon schleichen.

Epiphyllum

Hier im Orchideengarten war das nicht nötig, denn wir liefen an unserem ersten Kaktus auf Cuba direkt dran vorbei. Eine riesige Pflanze schlängelte sich über uns im Baum bzw. am Wegrand entlang. Da ich kein Kenner dieser Epikakten oder Hylokaktus bin, muss ich das Benamen anderen überlassen.

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Das nächste botanische Highlight fanden wir in Santa Clara und ausgerechnet um das Mausoleum von Che Guevara. Was Schlimmeres konnte wir gar nicht tun, als da draußen zu bleiben und aus in Ruhe die Tillandsien anzusehen. Die sind wirklich nicht an die Bäume angebunden oder geklebt.

Kurz vor Santiago de Cuba machten wir noch einen Stop bei der Virgen do Cobre, wo ich im Schatten einen Leptocereus gefunden habe, der schon ziemlich gefährlich aussah und sich wie Unkraut, wie sagte doch jemand vor kurzem: Begleitgrün, ausbreitete.

Der nächste botanische Höhepunkt war die Fahrt auf den Gran Pietra. Dafür mussten wir in geländegängige Fahrzeuge umsteigen, die uns bis an den Fuß eines großen Felsens brachten, wo wir neben der schönen Aussicht neben Orchideen auch Kakteen, ein Selenicereus? im Baum und auf den Felsen eine Rhipsalis fanden.

Unsere Rundfahrt führte uns um Guantanamo herum, wo wir einen viel trockneren Landstrich kennen lernten. An den Wegrändern wuchsen die Säulenkakteen als Zaun. Als wir uns der Küste näherten sah ich auf den kargen Kalkfelsen Melokakteen. Da hat es mir etwas Mühe gekostet den Busfahrer dazu zu bringen, anzuhalten. Hier hatte er noch nie einen Stop gemacht und es gäbe hier auch überhaupt nichts Besonderes zu sehen, aber sehen Sie selbst. Im Südosten der Insel soll es noch einige andere Standorte geben, aber zu denen führte uns unser Reiseleiter leider nicht, dafür sind wir gut über den Freiheitskampf der Kubaner informiert. Was in dem kurzen Bericht leider fehlt, ist die Freundlichkeit der Menschen, die tollen Strände, die vielen Musikbands die über all für uns spielten und das gute Obst, das es über all gab.