Canal de Nantes à Brest

Dieser Kanal führt über 360 km quer durch die Bretagne. Unterbrochen durch 367 Schleusen schlängelt sich der Wasserlauf durch die schönsten Täler der Bretagne: vom Erdre- über das Vilaine- bis hin zum Aulne-, zum Oust- und zum Blavet-Tal.

Der 1842 eröffnete Canal de Nantes à Brest war zeitweise für die Binnenschifffahrt zwischen Nantes in der Region Pays de la Loire und Brest in der Region Bretagne bedeutsam. Vor allem weil englische Kriegsschiffe den Transport entlang der Küste behinderten.

Schleusenwärter Haus

 Durch den Bau des Stausees von Guerlédan in den Jahren 1923–1930 wurde die Wasserstraße unterbrochen und ist seitdem nicht mehr durchgängig befahrbar. Wir waren heute auf dem westlichen Ende mit den Rädern unterwegs, startend von Châteaulin nach Pont Coblant.

Pont Coblant

Das war der erste Ort, den wir am Kanal erreichten, sonst gab es nur einzelne Stichstraßen zu den Schleusen. Diese schienen betriebsbereit, wir haben auf dem Stück aber keine Schiffe gesehen. Es gibt auch eine Infrastruktur für Kanufahrer, die ihre Boote um die Schleusen herum tragen müssen.

Landschaftlich war die Strecke sehr schön und es macht Laune, sie fort zu setzen.

Brest

Letztes Jahr haben wir diese Stadt ausgelassen, da wir sie vor allem mit einem militärischen Stützpunkt der französischen Armee in Verbindung brachten. Kurze Zeit später musste ich erkennen, dass gerade hier mein Favorit unter den französischen Freskenmalern mehrere große Werke erschaffen hat.

Vom Campingplatz fuhren wir zum Küstenfahrradweg und mussten dort einige Kilometer an einem hoch-gesicherten Zaun oberhalb eines großen Industriegebietes mit Kranen, Lagern und riesigen Bunkern entlang.

die Penfeld mit dem Château

Dieses endet mit einem Flüsschen Penfeld, dass die Stadt durchschneidet. Hier befindet sich die Burg / Château in dem sich heute das Marinemuseum breit macht. Die Penfeld begünstigte ehemals den Bau eines Hafens, ist aber ziemlich lästig, wenn man sie überqueren muss, ein Nadelöhr, das man auf verschiedene Weise erweitert hat.

Zum einen gibt es eine moderne Hubbrücke über die auch die Eisenbahn rollt. Unten auf Flussniveau und mit dem Tidenstand gehend schwimmen 2 Brücken, die den PKW-Verkehr dienen und wie es uns erschien nur jeweils in einer Richtung benutzt wird.

Oben gibt es für den Personenverkehr noch eine Schwebebahn, die mit 2 Kabinen die beiden Flussufer verbindet. Mit denen sind wir natürlich gefahren, um den besonderen Blick auf den Hafen zu genießen.

Weiter östlich befindet sich dann der Yachthafen und der Handelshafen. Dort sahen wir auch ein schönes Fresko. Bei der Tourist-Information holten wir uns einen Plan für die weiteren Bilder, von denen wir einige besuchten.

Brest hat einiges zu bieten, inklusive dieses guten Campingplatzes, ist aber recht anstrengend und für Fahrradfahrer nicht immer einfach zu befahren.